Schweizer Börse zieht an

Die Schweizer Börse ist am Mittwoch leicht fester gestartet. Vor der Opec-Entscheidung über eine Begrenzung der Ölfördermenge wollten sich die Anleger allerdings nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, sagen Händler.
30.11.2016 10:35
Richtiung Norden gehts an der Schweizer Börse am Mittwochmorgen.
Richtiung Norden gehts an der Schweizer Börse am Mittwochmorgen.
Bild: cash

Auch der an den Finanzmärkten stark beachtete US-Arbeitsmarktbericht am Freitag und das Verfassungsreferendum in Italien am Wochenende stimmten die Marktteilnehmer vorsichtig. "Damit haben wir genügend Ausreden, um nichts zu tun", sagt ein Händler. Der SMI rückt bis 10.30 Uhr 0,5 Prozent auf 7882 Punkte vor. Am Dienstag war der Leitindex um 0,3 Prozent gestiegen.

Weiterhin im Zentrum des Interesses steht Actelion. Nach dem Kurssprung am Vortag um 10 Prozent schwächt sich der Aktienkurs um 2,4 Prozent ab. Der US-Konzern Johnson & Johnson greift Insidern zufolge nach Actelion. Der in New Jersey ansässige Pharma- und Konsumgüterkonzern habe ein Angebot erhöht, um sich die Zustimmung von Europas grösster Biotech-Firma zu einer Übernahme zu sichern, wie eine mit der Sache vertraute Person am Dienstag zu Reuters sagte. Die Agentur Bloomberg hatte berichtet, dass Actelion ein erstes Angebot von J&J in Höhe von 246 Franken je Aktie oder rund 26 Milliarden Dollar zurückgewiesen habe. "Wir erreichen allmählich ein Kursniveau, das die Actelion-Führung nicht einfach zurückweisen kann, ohne die Aktionäre gegen sich aufzubringen", sagt ein Händler.

Die Aktien von BB Biotech ziehen 0,3 Prozent an. Die Beteiligungsgesellschaft hält Actelion-Aktien, das Paket repräsentiert rund 8 Prozent der Vermögenswerte.

Von den beiden Pharma-Schwergewichte legen die Novartis-Aktien 0,4 Prozent zu, während sich die Roche-Anteile um 0,2 Prozent abschwächten. Mit Nestlé steigt ein weiteres Index-Schwergewicht um 1 Prozent.

Uneinheitliche Tendenz bei den Finanztiteln

Die Finanzwerte zeigen keine klare Richtung. Die Aktien von Credit Suisse und UBS verlieren 0,7 und 0,2 Prozent. Die Versicherungstitel ziehen dagegen an.

Anteile zyklischer Firmen tendieren bei meist kleinen Kursausschlägen mehrheitlich fester. Die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch steigen um 2,1 und 1,4 Prozent.

Am breiten Markt zeigen die Titel von Meyer Burger erneut einen volatilen Kursverlauf. Am Freitag entscheiden die Aktionäre das Solar-Austrüsters über eine Kapitalerhöhung zur Sanierung der Firma.

Gewinnmitnahmen drücken die Cosmo-Aktien mit 5 Prozent ins Minus. Die Aktien der Pharmafirma sind dieses Jahr nach mehreren positiven Produktnachrichten kräftig gestiegen.

Bei Oerlikon und Schmolz+Bickenbach sorge der Rücktritt von Hans Ziegler aus den Verwaltungsräten für Verunsicherung, heisst es. Der Anlagenbauer und der Stahlproduzent begründeten das sofortige Ausscheiden des langjährigen Verwaltungsratsmitglieds in fast gleichlautenden Mitteilungen mit nicht näher erläuterten Untersuchungen gegen Ziegler. Oerlikon sinken um 0,2 Prozent und Schmolz+Bickenbach büssen 1,5 Prozent ein.

(Reuters/cash)