Schweizer Börse zieht an - Bankaktien auf Erholungskurs

Positive Vorgaben aus den USA und aus Fernost haben der Schweizer Börse am Montag zu festeren Kursen verholfen.
03.10.2016 10:22
Paradeplatz in Zürich mit UBS (hinten) und Credit Suisse (rechts). Die Bankaktien sind auf Erholungskurs.
Paradeplatz in Zürich mit UBS (hinten) und Credit Suisse (rechts). Die Bankaktien sind auf Erholungskurs.
Bild: cash

Die Hoffnung auf eine Einigung der Deutschen Bank mit den US-Behörden ermutigten die Anleger zum Quartalsbeginn zu Käufen der arg gebeutelten Bankaktien. Auch zyklische Werte waren gesucht. Der SMI stieg um 0,4 Prozent auf 8173 Punkte. Am Freitag war der Leitindex um 0,3 Prozent gefallen.

Finanzwerte standen im Fokus der Anleger. Sie profitierten von einem Medienbericht, wonach die Deutsche Bank möglicherweise eine deutlich geringere Strafe im Hypothekenstreit zahlen muss als befürchtet. Die Deutsche Bank und die US-Behörden kommen einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge bei ihren Verhandlungen im Hypothekenstreit voran. Am Freitag hatte die Nachrichtenagentur AFP gemeldet, dass das Institut kurz vor einer Einigung mit dem Justizministerium auf eine Strafe von 5,4 Milliarden Dollar steht. Darauf legte die Aktie der Deutschen Bank in den USA um 14 Prozent zu. Am Montag wurde der Titel nicht gehandelt, da die deutschen Börsen wegen des Nationalfeiertags geschlossen sind.

Banken auf Erholungskurs

Die Anteile der Schweizer Rivalen Credit Suisse und der UBS legten 1,2 und 0,5 Prozent zu. Die Papiere der Vermögensverwalter Julius Bär, Vontobel und GAM zogen ebenfalls an.

Die Assekuranzwerte waren im Aufwind. Einzig Swiss Re schwächten sich marginal ab.

Bei den mehrheitlich höher bewerteten Anteilen zyklischer Firmen rückten ABB um 0,7 Prozent vor. Der Elektrotechnikkonzern hält am Dienstag seinen Kapitalmarkttag ab. Dabei könnte ABB auf eine Konfrontation mit Grossaktionären zusteuern.

Die Titel der Sanitärtechnikfirma Geberit, des Zementkonzerns LafargeHolcim und des Personalvermittlers Adecco tendierten fester. Der Anstieg des Ölpreises auf 50 Dollar sorgte bei den Anteilen des Pumpenspezialisten Sulzer und des Kompressorenherstellers Burckhard für anziehende Kurse.

Auch die Marktschwergewichte aus dem Pharmasektor Novartis und Roche stimmten mit Unterstützung positiver Produktmeldungen in den freundlichen Trend mit ein. Nestle, ein weiteres Schwergewicht, gewann 0,4 Prozent.

Mit einem Kursplus von 7,8 Prozent fielen Temenos auf. Dank eines neuen Auftrags einer grösseren europäischen Bank stieg die Aktie des Banksoftwareherstellers auf ein Rekordhoch.

(Reuters)