Schweizer Börse zieht verhalten an

Die Schweizer Börse setzt am Montag den Aufwärtstrend vom Freitag fort. Spekulationen auf eine später als erwartete Zinserhöhung in den USA stimmten die Anleger zuversichtlich, sagen Händler.
05.09.2016 11:00
Positive Tendenz an der Schweizer Börse am Montagmorgen.
Positive Tendenz an der Schweizer Börse am Montagmorgen.
Bild: cash

Das Geschäft verlaufe in ruhigen Bahnen. "Und daran wird sich wohl nicht viel ändern", sagt ein anderer Marktteilnehmer. In den USA bleiben die Börsen wegen des Labor-Day-Feiertags geschlossen. Bankaktien konsolidierten den jüngsten Anstieg.

Der SMI steigt bis 10.55 Uhr um 0,3 Prozent auf 8315 Punkte. Am Freitag war der Leitindex um 1,9 Prozent gestiegen. Bis die Zykliker Givaudan und Syngenta legen alle Standardwerte zu.

Die Kurse der drei drei Bankwerte Credit Suisse, Julius Bär und UBS haben nach anfänglichen Verlusten ins Plus gedreht. "Banken waren zuletzt auf Aufholjagd", sagt ein Händler. Sie gälten als kursmässig zurückgeblieben. Geldhäuser würden von einer Zinserhöhung profitieren, da höhere Zinsen auch höhere Erträge und bessere Margen bedeuten, heisst es am Markt.

Der am Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht war weniger gut als erwartet und hatte die Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung in der weltgrössten Volkswirtschaft gedämpft.

Krisenresistente Titel gesucht

Kursgewinne verbuchen auch die Pharmaschwergewichte. Der Genussschein von Roche legt 0,4 Prozent zu. Rivalin Novartis gewinnt trotz guter Mitteilung nur 0,1 Prozent. Das Medikament Ultibro Breezhaler war in einem direkten Vergleich bei der Behandlung der Lungenerkrankung COPD wirksamer als das GlaxoSmithKline-Medikament Seretide. Das ergab nach Angaben des Unternehmens die Auswertung einer Phase-III-Studie.

Mit den Papieren des Lebensmittelriesen Nestlé und der Telekommunikationsfirma Swisscom sind Anteile zweier ebenfalls als krisenresistent geltender Firmen fester.

Bei den wenig veränderten Versicherungsaktien ragen Helvetia mit einem Kursgewinn von 1,6 Prozent heraus. Der Versicherungskonzern hat den Reingewinn im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf 186,1 Millionen Franken gesteigert. Analysten bezeichneten den Abschluss als solide.

Aktien zyklischer Firmen tendieren mehrheitlich freundlich. ABB, Clariant und Geberit rücken bis zu 0,3 Prozent vor.

Am breiten Markt verhelfen Kaufempfehlungen der Credit Suisse den Aktien des Bankensoftware-Herstellers Temenos und des Vermögensverwalters EFG International zu kräftigen Kursgewinnen von über 7 Prozent. Die Anteile des Derivat-Hauses Leonteq sacken nach einer Verkaufsempfehlung der Credit Suisse um 3,7 Prozent ab.

(Reuters)