Schweizer CS startet im November

Die Schweizer Rechtseinheit der Credit Suisse nimmt am 21. November ihren operativen Betrieb auf. Der Schritt ist eine Voraussetzung dafür, einen Teil des Schweizer Geschäfts 2017 an die Börse zu bringen.
07.10.2016 12:58
Der genaue Zeitpunkt des Börsengangs ist noch offen.
Der genaue Zeitpunkt des Börsengangs ist noch offen.
Bild: Bloomberg

Dies bestätigte ein Sprecher am Freitag auf AWP-Anfrage. Zuvor hatte "Finanz und Wirtschaft" darüber berichtet. Der Start der eigenständigen Rechtseinheit war von der Grossbank für das vierte Quartal angekündigt worden.

Sie verfügt bisher noch nicht über eine Banklizenz, wie der Sprecher ebenfalls bestätigte. Diese werde aber bis zum offiziellen Start erwartet. Die Bank erhalte keinen neuen Namen.

Der Schritt ist eine Voraussetzung dafür, einen Anteil von 20 bis 30 Prozent des Schweizer Geschäfts in der zweiten Hälfte 2017 an die Börse zu bringen. Der Zeitpunkt des Börsengangs, mit dem Credit Suisse zwei bis vier Milliarden Franken erlösen will, hängt allerdings auch von der Marktverfassung ab.

Die Credit Suisse (Schweiz) wurde bereits im April 2015 gegründet. Sinn der eigenständigen Bank innerhalb der Gruppe ist es, regulatorischen Anforderungen für eine bessere Möglichkeit zur Aufspaltung der Grossbank im Krisenfall nachzukommen.

Anfang September war bekannt geworden, dass der ehemalige SIX-Präsident Alexandre Zeller Verwaltungsratspräsident der Schweizer Tochter wird. Auf den 1. Oktober wechsle Zeller vom Börsenbetreiber zur Grossbank, hiess es damals.

Der Verwaltungsrat der Credit Suisse (Schweiz) AG wird neben Zeller mit zusätzlichen von ausserhalb der Bank kommenden Schweizer Mitgliedern ergänzt. So wurde Peter Derendinger, Gründer und Chef der Alpha Associates AG, ebenfalls zum Mitglied des Verwaltungsrates ernannt. Es ist laut entsprechender Mitteilung vorgesehen, dass er den Vorsitz des Risiko-Ausschusses übernimmt.

Ebenfalls im Verwaltungsrat des Schweizer Geschäfts Einsitz nehmen CS-CEO Tidjane Thiam, CS-VRP Urs Rohner, Alexander Gut, Andreas Koopmann und Severin Schwan. Letztere drei sind bereits Mitglieder des Verwaltungsrats der Gruppe.

(AWP/Reuters)