Schweizer Immobilien - SPS steigert den Gesamtertrag

Das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site hat im Geschäftsjahr 2016 Gesamtertrag und die Mieteinnahmen weiter gesteigert. Für das laufende Jahr erwatet das SPS-Management mehr Ertrag und Betriebsgewinn.
02.03.2017 08:56
Ein SPS-Gebäude in Basel.
Ein SPS-Gebäude in Basel.
Bild: ZVG

Unter dem Strich hat der Branchenprimus etwas mehr verdient. Den Aktionären soll derweil eine konstante Dividende ausgeschüttet werden. Für das laufende Jahr stellt das Management eine Steigerung beim Ertrag und beim Betriebsgewinn vor Neubewertungen in Aussicht.

Der Gesamtertrag stieg im Berichtsjahr um 5,5% auf 1,05 Mrd CHF, wie SPS am Donnerstag mitteilte. Der Bereich Immobilien erwirtschaftete dabei ein Ergebnis von 546,4 Mio nach 656,8 Mio im Vorjahr. Die hohe Differenz zu 2015 erklärt sich dadurch, dass SPS damals stark von Verkaufserfolgen in Höhe von 105 Mio CHF profitierte.

Die Mieteinnahmen als grösster Posten legten in einem anspruchsvollen Marktumfeld weiter um 1,6% auf 453,0 Mio CHF zu. Dank aktivem Portfoliomanagement habe SPS über 70'000 Quadratmeter vermieten und damit die Leerstandsquote auf 5,9% zum Bilanzstichtag (VJ 6,5%) senken können, heisst es weiter. Auf Konzernstufe wiederum sank die Leerstandsquote auf 6,1%, gegenüber 6,7% im Jahr zuvor.

Unter Ausklammerung des Neubewertungserfolgs von 60,5 Mio CHF kam das Ergebnis auf Stufe EBIT bei 399,3 Mio CHF (-6,9%) zu liegen. Unter dem Strich resultierte unter anderem aufgrund eines tieferen Steueraufwands ein 1,4% höherer Gewinn von 284,8 Mio CHF als im Vorjahr. Damit hat das Unternehmen die Analysten-Schätzungen beim Mietertrag knapp verfehlt, beim EBIT und Gewinn indes übertroffen.

«Leben und Wohnen im Alter» stark gewachsen

Im Geschäftsfeld 'Leben und Wohnen im Alter' stieg derweil der Ertrag signifikant, und zwar um rund 71% auf 406 Mio. Grund dafür sind die im Vorjahr getätigten Akquisitionen. Die Integration von Seniocare sei im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen worden, die Eingliederung von Boas Senior Care schreite derweil gut voran, schreibt SPS in der Medienmitteilung. Zudem hatte die Gesellschaft vier neue Wohn- und Pflegezentren eröffnet. Im laufenden Jahr werden mit Lugano, Wattwil, Tenero, Gommiswald und Etzelgut Zürich weitere Standorte dazukommen. Bis 2020 soll die Anzahl Wohn- und Pflegezentren auf rund 90 erhöht werden.

Im Bereich Retail wiederum konnte der Betriebsertrag in einem herausfordernden Detailhandelsumfeld mit 151,7 Mio stabil gehalten werden. Mit Immobiliendienstleistungen der Tochter Wincasa wurde 115,7 Mio CHF umgesetzt und damit 5,7% mehr als im Vorjahr. Dank der Akquisition von Immoveris und dem Betrieb von nun grösseren Standorten in Bern, Fribourg und Olten sei die nationale Durchdringung deutlich verbessert worden, heisst es dazu.

Zuversichtlicher Ausblick

Vor diesem Hintergrund soll den Aktionären aufgrund der Zahlen eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 3,70 CHF je Aktie ausgeschüttet werden. Wie schon im Vorjahr wird die Auszahlung erneut aus den Reserven aus Kapitaleinlagen erfolgen.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich das Management zuversichtlich. So wird beim Ertrag wie auch beim Betriebsgewinn vor Neubewertungen mit einer Steigerung gegenüber 2016 gerechnet. Die Leerstandsquote soll weiter gesenkt werden (Ziel 2017: 5,5 bis 6,0%). Das Geschäftsfeld Immobilien werde sich künftig noch stärker und direkter auf Projektentwicklungen, Umnutzungen und Modernisierungen des bestehenden Immobilienportfolios fokussieren. Überdies erlaube die solide Kapitalausstattung, sich bietende Marktchancen für Zukäufe zu nutzen, heisst es weiter.

(AWP)