Schweizer Industriekonzern - Oerlikon-Aktien geben nach Zahlenvorlage deutlich nach

Die Aktien von Oerlikon haben im frühen Dienstagshandel einen schweren Stand. Dies obwohl der Industriekonzern mit seinem Jahresabschluss die Erwartungen der Analysten gut erfüllt hat.
28.02.2017 10:00
Der Hauptsitz von Oerlikon in Pfäffikon SZ.
Der Hauptsitz von Oerlikon in Pfäffikon SZ.
Bild: ZVG

Gelobt wird insbesondere der Auftragseingang. Mit Blick nach vorne drücken die geplanten Investitionen in die additive Fertigung aber auf die Profitabilität, was in den Prognosen der Analysten noch nicht angemessen berücksichtig ist.

Gegen 10.00 Uhr notieren die Oerlikon-Titel noch 2,7% tiefer bei 10,85 Franken. Das bisherige Tagestiefst lag bei 10,55 Franken. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI steht zur Berichtszeit knapp im Plus.

Die Analysten sprechen in ihren ersten Kommentaren mehrheitlich von einem Ergebnis 2016, das im Grossen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen ausgefallen ist. Positiv hervorgehoben wird von Jeffries wie auch von der ZKB der Auftragseingang. Die Erholung sei im vierten Quartal bestätigt worden, meint die UBS.

Grosse Investitionen geplant

Kurzfristig kursbelastend dürften die von Oerlikon angekündigten Investitionen in die additive Fertigung in Höhe von 300 Millionen wirken. Diese dürften die Profitabilität stärker als erwartet belasten, schreibt die ZKB dazu. Als Folge müssen die Gewinnschätzungen für 2017 vermutlich leicht reduziert werden, so die Folgerung des Zürcher Staatsinstituts.

Auch unter Ausklammerung der Investition bleibe die EBITDA-Guidance von Oerlikon für 2017 hinter den Erwartungen zurück, ergänzt Vontobel. Für die Privatbank hat die additive Fertigung langfristig zwar vielversprechendes Potential, allerdings brauche es Geduld, bis die Früchte geerntet werden können.

(AWP)