Schweizer Mid-Caps sind gut unterwegs

Nach einer Investorenkonferenz mit 27 mittelgrossen Schweizer Unternehmen fühlt die Credit Suisse den Firmenverantwortlichen auf den Zahn - mit einem überraschenden Ergebnis.
25.11.2014 08:08
Von Lorenz Burkhalter
Wusste an der Investorenkonferenz ganz besonders zu überzeugen: Der Industriekonzern Oerlikon.

Vergangene Woche trafen auf Einladung der Credit Suisse die Vertreter 27 mittelgrosser Schweizer Firmen auf 160 Gäste aus dem In- und Ausland. Die für die Grossbank tätigen Analysten nutzten diese Gelegenheit, um sich ein Bild von der Stimmung unter den Firmenvertretern machen zu können.

Die Rückmeldung von der diesjährigen Investorenkonferenz fällt überraschend gut aus. Insbesondere bei den Entscheidungsträgern von konjunkturabhängigen Unternehmen sei der Grundtenor noch immer von Optimismus geprägt, so die Analysten. Im Hinblick auf die erste Hälfte kommenden Jahres halte sich die Geschäftsentwicklung bei den meisten dieser Firmen weiterhin gut.

Nur wenige Absatzmärkte neigen zur Schwäche

Bei der Grossbank zeigt man sich insbesondere von Oerlikon und der SFS Group angetan. Die beiden Industrieunternehmen scheinen mit ihren Firmenpräsentationen überzeugt zu haben.

Gut kam auch Straumann an. Der Hersteller von Dentalimplantaten berichtete von signifikanten Wachstumsmöglichkeiten. Das auf Nahrungsergänzungsstoffe spezialisierte Unternehmen Evolva wartete seinerseits mit Detailinformationen zur jüngsten Übernahme von Allylix auf. Den Rückmeldungen zufolge kam der Firmenkauf bei den Präsentationsteilnehmern sehr gut an.

Währungsentwicklung nicht mehr länger ein Sorgenkind

Die Analysten der Credit Suisse berichten von Anhaltspunkten, wonach die Situation in den meisten Absatzmärkten weiterhin gut zu sein scheint. Nur in wenigen Märkten wie dem Strominfrastrukturgeschäft oder von der Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand abhängigen Geschäftsfeldern gestalte sich die Nachfrage schwach.

Was vor allem die Vertreter der Schweizerischen Nationalbank (SNB) freuen dürfte: Den Entscheidungsträgern mittelgrosser Schweizer Firmen scheint die Währungsentwicklung nicht mehr länger Sorgen zu bereiten. Vorbehalte seien diesbezüglich an der Investorenkonferenz kaum zu verspüren gewesen.

Dieser Umstand ist nicht zuletzt auch ein Verdienst des vor drei Jahren eingeführten Euro-Mindestkurses und seiner konsequenten Durchsetzung durch die SNB.