Schweizer Unternehmer wollen mehrheitlich Stellen aufstocken

Die Schweizer CEOs sind offenbar zuversichtlich für die Zukunft. Für die kommenden drei Jahre erwartet die Mehrheit ein substanzielles Unternehmenswachstum und auch ein spürbares Wachstum des Personalbestandes.
04.07.2016 11:47

Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten und von KPMG durchgeführten Befragung bei Schweizer CEO hervor. Die befragten Unternehmer zeigen sich auch zuversichtlich, dass sie die strategischen Herausforderungen an ihre Unternehmen erfolgreich meistern werden.

In der Schweiz wird branchenübergreifend kein wesentlicher Fachkräftemangel befürchtet. Wo Kompetenzen beziehungsweise Fachkräfte fehlen, werden diese bei Konkurrenten abgeworben (26% der Befragten), von aussen zugekauft (26%) oder mittels interner Weiterbildungen generiert (24%), heisst es in der Studie. Schweizer Unternehmensführer befürchten keine negativen Folgen der Automatisierung für die Personalbestände in wichtigen Unternehmensfunktionen wie beispielsweise Finanzen, Marketing und Verkauf, Forschung und Entwicklung oder Produktion.

Wachstumsmärkte Indien, China und USA

Weltweit sehen die CEO das grösste Wachstumspotenzial in neuen Märkte in Indien (28%), China (26%) und den USA (24%). Hervorzuheben ist gemäss KPMG, dass Schweizer CEO das mittelfristige Wachstumspotenzial für Afrika deutlich höher einschätzen als die CEO im Ausland. Demgegenüber äussern sich Schweizer im weltweiten Vergleich kritischer gegenüber den mittelfristigen Wachstumsaussichten in Mittel-Osteuropa, Japan sowie den USA.

Sieht man hierzulande Drittparteien (32%), Technologien (32%) und Lieferketten (28%) als grösste Risiken für die Unternehmen, sind es für ausländische Unternehmen Cyber-Risiken (30%), Regulierung (28%) und Technologie (26%). Auch sieht man sich hierzulande besser gegen Cyber-Risiken gerüstet als im Ausland: Fast die Hälfte der CEO in der Schweiz (42%) sieht das eigene Unternehmen umfassend vor möglichen Cyber-Attacken geschützt, im Ausland sind es nur rund ein Viertel der Unternehmen, die gegen Angriffe aus dem Internet gewappnet wären (26%).

Die Umfrage wurde vor dem Brexit-Referendum in Grossbritannien durchgeführt, wobei 1'200 Unternehmensführer, darunter 50 Schweizer CEOs, zu ihren mittelfristigen Wachstumsperspektiven und Transaktionsabsichten, zur Innovationsförderung, zum Umgang mit Digitalisierung und Risiken sowie zum Personalmanagement befragt wurden. Die Erkenntnisse hätten aber weiterhin Gültigkeit, schreibt KPMG.

(AWP)