Schweizerische Nationalbank interveniert - SNB steckt wieder Milliarden in die Franken-Schwächung

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat auch in der vergangenen Woche mit mehreren Milliarden am Devisenmarkt interveniert.
27.02.2017 11:30
Die SNB hat auch vergangene Woche Milliarden in den Kauf fremder Währungen investiert.
Die SNB hat auch vergangene Woche Milliarden in den Kauf fremder Währungen investiert.
Bild: Pixabay

So legten die Sichteinlagen von Bund und Banken bei der SNB in der vergangenen Woche um 4,7 Milliarden auf 548,2 Milliarden Franken zu, wie den am Montag publizierten Zahlen entnehmen ist. Die Statistik gilt als Richtschnur für den Umfang der SNB-Interventionen.

Bereits in der Woche davor waren die Einlagen um gut 4 Milliarden Franken gestiegen. Seit Jahresbeginn resultiert damit ein Zuwachs von gut 19 Milliarden Franken. Der Anstieg kann aber nicht vollumfänglich auf Eingriffe der SNB am Devisenmarkt zurückgeführt werden, da auch saisonale Effekte im Bargeldumlauf eine Rolle spielen.

In unsicheren Zeiten erhalte der Franken wieder verstärkte Aufmerksamkeit in seiner Funktion als "sicherer Hafen", heisst es am Markt. Unter Druck steht dabei demgegenüber der Euro, wegen der politischen Unsicherheiten durch die bevorstehenden Wahlen in Frankreich und dem Aufflackern der Griechenland-Krise. Derzeit kostet ein Euro 1,0658 Franken und damit knapp einen Rappen weniger als Anfang Jahr.

Aus charttechnischer Sicht sei nach dem Unterschreiten der Unterstützung von 1,08 Franken im vergangenen November ein schwacher mittelfristiger Abwärtstrend beim Währungspaar EUR/CHF gegeben, schreiben die Devisentechniker der ZKB im Kommentar. Erst ein Anstieg über die Marke von 1,08 würde den mittelfristigen Ausblick entlasten.

Die Nationalbank selbst wollte den Anstieg der Einlagen gegenüber AWP nicht kommentieren.

(AWP)

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