Sensorhersteller - AMS bestätigt Wachstumspläne

Der Halbleiterhersteller AMS bestätigt die Mittelfristziele. So peilt das Management weiterhin bis 2019 ein jährliches Wachstum der Verkäufe um mindestens 40% sowie eine EBIT-Marge von 30% ab 2019 an.
12.12.2017 10:50
Chipproduktion bei AMS. Vor allem die 3D-Sensoren haben in der Zukunft grosses Potenzial.
Chipproduktion bei AMS. Vor allem die 3D-Sensoren haben in der Zukunft grosses Potenzial.
Bild: ZVG

Dies geht aus den Unterlagen für einen Investorentag hervor, den die Gesellschaft am Dienstag in Singapur abhält. Bestätigt wird laut der Präsentation indirekt auch die Umsatzguidance für das laufende vierte Quartal. Der Umsatz 2017 werde mehr als 1 Milliarde Euro betragen, was die Q4-Guidance von Verkäufen von 440-480 Millionen Euro stützt. Vom laufenden Quartal an erwartet die Gesellschaft zudem einen starken Cashflow, der mittelfristig auf über 35% des Umsatzes ansteigen soll.

Die vier "strategischen Pfeiler" von AMS würden heute bereits über 80% zum Umsatz beisteuern, ist den Unterlagen weiter zu entnehmen. Diese sind optische Sensoren, Bildsensoren, Umweltsensoren sowie Audiosensoren. Das Unternehmen hatte sich in den letzten Monaten auf diese Bereiche fokussiert. Bis 2020 erhofft sich das Management einen Anteil von über 90% dieser Geschäftsfelder am Gesamtumsatz, wobei vor allem 3D-Senoren grosses Potenzial eingeräumt wird.

Grosses Potenzial für 3D-Sensoren

Dieser Markt werde sich in den nächsten fünf Jahren versiebenfachen, ist das Management überzeugt. Neue Anwendungsmöglichkeiten sieht die Gesellschaft unter anderem im Bereich Automotive und dem Trend zum autonomen Fahren. Es seien jedoch auch neue Anwendungen im Medizinbereich denkbar, etwa in der 3D-Endoskopie. Aktuell kommen solche 3D-Sensoren vor allem in Elektronikgeräten und dabei insbesondere in Smartphones zum Einsatz.

Um die Wachstumspläne umzusetzen, seien schnelle Produktanläufe nötig, heisst es in den Unterlagen weiter. So seien insbesondere die Kapazitäten der Fabrik in Ang Mo Kio in Singapur innert neun Monaten drastisch erhöht worden. Der Personalbestand sei von 1200 auf über 8000 gestiegen und der Reinraum von 5000 auf 30'000 Quadratmeter vergrössert worden.

An der Börse kommen die News nicht allzu gut an. Um 11.10 Uhr geben AMS um 0,5% auf 94,05 Franken nach (SPI -0,2%). Damit notieren sie inzwischen deutlich unter dem Allzeithoch von 111,40 Franken, das am 24. November markiert worden war. Im Vergleich zu Anfang Jahr sind die AMS-Papiere aber auch auf dem aktuellen Niveau noch immer die am besten rentierende Aktie an der Schweizer Börse. Sie haben den Wert mehr als verdreifacht.

(AWP)

 

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