Setzen die Zurich-Aktien zur Aufholjagd an?

Trotz einer schwachen ersten Jahreshälfte wartet die Zurich Insurance Group für die ersten neun Monate mit einem recht soliden Ergebnis auf. Die Aktie nimmt den beträchtlichen Nachholbedarf in Angriff.
14.11.2013 09:10
Von Lorenz Burkhalter
Die Aktionäre der Zurich Insurance Group können dank soliden Neunmonatszahlen erst einmal aufatmen.
Die Aktionäre der Zurich Insurance Group können dank soliden Neunmonatszahlen erst einmal aufatmen.
Bild: cash

Die Aktionäre der Zurich Insurance Group können erst einmal aufatmen: Nach zwei Ergebnisenttäuschungen in Folge schneidet der in Ungnade gefallene Börsenliebling im zurückliegenden dritten Quartal besser als erhofft ab.

Sowohl beim operativen Betriebsgewinn als auch beim Reingewinn werden die Markterwartungen ziemlich deutlich übertroffen. Völlig überraschend kommt der starke Zahlenkranz allerdings nicht, hatten es die Spatzen doch seit wenigen Wochen von den Dächern gepfiffen.

Marktbeobachtern zufolge gilt die Aktie der Zurich Insurance Group als zurückgeblieben. Während jene anderer Mitbewerber seit Jahresbeginn zweistellige Kursfortschritte für sich verbuchen können, darbt die Aktie des Versicherungsunternehmens schon seit Monaten vor sich hin. Mit dem soliden Ergebnis sei der Grundstein für eine Aufholjagd auf die Konkurrenz gelegt, so die Marktbeobachter weiter.

Die Reaktionen aus der Analystengemeinde fallen mehrheitlich positiv aus. Der Experte der UBS bezeichnet die Neunmonatszahlen als beruhigend. Auf das dritte Quartal bezogen habe der operative Betriebsgewinn die Konsensschätzungen um 7 Prozent übertroffen. Insbesondere aus dem Bereich General Insurance sei der Ergebnisbeitrag deutlich höher als erwartet ausgefallen. Die Kosten für Schäden seien in diesem Geschäftszweig ohne Probleme absorbiert worden. Die Einschätzungen des Experten decken sich mit denen seiner Berufskollegen.

An der Schweizer Börse SIX haussiert die Aktie der Zurich Insurance Group zur Stunde um 2,6 Prozent auf 258,80 Franken. Die kurz zuvor erklommenen Tageshöchststände liegen sogar bei knapp 260 Franken. Händler berichten von aggressiven Deckungskäufen aus dem Ausland.

Zusätzliche Impulse erhofft man sich vom diesjährigen Investorentag von Anfang Dezember. Aufgrund der beim Eigenkapital und beim ökonomischen Kapital erzielten Fortschritte hält der Experte der UBS ermutigende Aussagen der Firmenverantwortlichen in Bezug auf die zukünftige Dividendenpolitik für möglich. Davon und von möglichen neuen Mittelfristzielen gehe deshalb Fantasie aus, so heisst es weiter.