SFS-CEO: Geschäft läuft gut

Das Geschäft des Metallverarbeiters SFS läuft gut. «Wir sind für das laufende Jahr optimistisch und darüber hinaus auch», sagte CEO Jens Breu im Interview mit AWP.
15.06.2016 15:34
SFS-CEO Jens Breu.
SFS-CEO Jens Breu.
Bild: cash

An den Zielen für das laufende Jahr hält er gleichwohl fest: Der Umsatz soll um 2% bis 4% steigen und die EBITA-Marge 13% bis 14% betragen.

Zufrieden ist der CEO vor allem mit der Entwicklung im Automobilgeschäft. Es sei im bisherigen Jahresverlauf wie erwartet zweistellig gewachsen. Schwieriger sei die Entwicklung im Elektronikgeschäft, das in einer "Transformationphase" sei. "Wichtig ist, dass wir gleichwohl mit den Schlüsselprodukten Marktanteile gewinnen", so Breu. Er zeigt sich zudem zuversichtlich, dass Apple ein wichtiger Kunde bleibt.

Das mittelfristige Margenziel von 15% will Breu 2018 abhaken können. Er betont, dass das Ziel ohne den Frankenschock bereits im letzten Jahr erreicht worden wäre. Mit dem aktuellen Euro-Franken-Kurs kann er jedoch leben. "Wir haben uns strategisch so aufgestellt, dass es geht." SFS arbeite aber weiter an der Produktivität, denn "wir erwarten mittelfristig eher einen Kurs von 1:1", so der CEO. Der Anteil der Kosten in Schweizer Franken werde tendenziell sinken, weil das Wachstum hauptsächlich im Ausland stattfinde. Trotz des nach wie vor geltenden Einstellungsstopp würden aber auch in den Schweizer Werken wegen der guten Auslastung "selektiv" Leute eingestellt.

Die SFS-Aktie hat seit Anfang Jahr und damit seit dem Amtsantritt von Jens Breu unter dem Strich praktisch keine Fortschritte gemacht. "Entscheidend ist, dass sich der Kurs mittelfristig gut entwickelt", kommentierte er diese Entwicklung. Und er meinte, die Aktie sei in den letzten Monaten mehrfach zu Unrecht abgestraft worden - zum Beispiel während der VW-Krise.

(AWP)