Siemens hebt Gewinnprognose an

Der deutsche Elektrokonzern Siemens hebt dank eines starken dritten Quartals seine Gewinnprognose an. Das operative Ergebnis im Industriegeschäft stieg überraschend deutlich um ein Fünftel an.
04.08.2016 07:26
Siemens ist in vielen Bereichen ein Konkurrent von ABB.
Siemens ist in vielen Bereichen ein Konkurrent von ABB.
Bild: cash

Je Aktie will der im Dax notierte Konzern im Geschäftsjahr 2015/16 (Ende September) nun zwischen 6,50 Euro und 6,70 Euro verdienen, wie Siemens am Donnerstag mitteilte. Vorher waren bis zu 6,40 Euro als Ziel ausgegeben gewesen. Bei derzeitiger Aktienanzahl strebt der Konzern damit nun bis zu 5,7 Milliarden Euro Gewinn an. In einem schwierigen Marktumfeld habe Siemens vor allem im Vergleich mit den Wettbewerbern überzeugt, sagte Vorstandschef Joe Kaeser.

Der Umsatz kletterte im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 19,80 Milliarden Euro, der Auftragsbestand wuchs um 6 Prozent auf 21,06 Milliarden Euro. Ohne Währungseffekte wären die Zuwächse noch grösser gewesen. Die Umsatz- und Margenprognose behielt das Unternehmen bei.

Das operative Ergebnis im Industriegeschäft stieg überraschend deutlich um ein Fünftel auf 2,19 Milliarden Euro, die Marge kletterte von 9,5 Prozent vor einem Jahr auf 10,8 Prozent. Beim Ergebnis machte sich unter anderem die gute Lage im profitablen Geschäft mit der Medizintechnik bemerkbar, aber auch das Wachstum in der Sparte mit Energieerzeugung. In dieser machen bestehende Grossaufträge in Ägypten nach wie vor die Nachfrageschwäche bei Kunden aus der Öl- und Gasindustrie wett.

Unter dem Strich ging der Konzerngewinn nach Minderheiten jedoch um 2,1 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro zurück, weil höhere Zinsaufwendungen und Steuern belasteten. Im Vorjahr hatten zudem mittlerweile aufgegebene Geschäftsbereiche zu einem positiven Steuereffekt geführt.

(AWP)