Sika-Aktien nach Halbjahreszahlen höher

Die Papiere des Bauchemiespezialisten Sika ist zum Wochenschluss mit festeren Notierungen in den regulären Handel gestartet.
29.07.2016 10:00
Am Sika-Hauptsitz in Baar.
Am Sika-Hauptsitz in Baar.
Bild: cash

Das von den Zentralschweizern für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2016 veröffentlichte Ergebnis liegt auf allen Ebenen über den Erwartungen der Analysten. Bei den Gewinnzahlen sogar ziemlich deutlich.

Bis um 10 Uhr rücken Sika Inhaber 1,2% auf 4399 Franken vor, während der am SPI gemessene Gesamtmarkt um 0,2% zulegt.

Sika habe "wie üblich" starke Zahlen abgeliefert, heisst es im Handel. Da Sika die Schlagzahl in Sachen Übernahmen zuletzt deutlich gesenkt hat, haben Akquisitionseffekte kaum zum Umsatzwachstum beigetragen. Dafür aber habe Sika zuletzt viele neue Fabriken rund um den Globus eröffnet, was das organische Wachstum stütze, so Analysten in einer ersten Reaktion. Das organische Wachstum sei "eindrücklich", heisst es.

Mit Blick auf die Regionen überraschte Lateinamerika mit über den Erwartungen liegenden Umsätzen. Und in Asien/Pazifik habe das Wachstumstempo gehalten werden können, obschon der Schlüsselmarkt China vermutlich erneut rückläufig gewesen sei. Die mit Abstand grösste Konzernregion EMEA habe ebenfalls den Schwung beibehalten. Wachstumstreiber war mit zweistelligen Raten erneut Nordamerika.

Sika-Sieg im Übernahmepoker schon eingepreist?

Für die besser als erwartete Rentabilitätsentwicklung werden in Analystenkreisen die tieferen Rohmaterialkosten, das Volumenwachstum, die strikte Kostenkontrolle und nicht zuletzt auch stabilere Wechselkurse verantwortlich gemacht. Der Überschuss auf den Stufen EBIT und Reingewinn liegt um jeweils 7% über den Konsensschätzungen der Analysten. Sika ist im Urteil der Experten auf gutem Weg, die in der "Strategie 2018" anvisierte EBIT-Marge von 12-14% zu erreichen. Im ersten Halbjahr 2016 wurden 12,6% erreicht.

Leider werde das Geschehen in den Sika-Aktien immer noch von den Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an Saint-Gobain überschattet, heisst es im Handel. Die Titel werden aber mittlerweile schon fast wieder auf einem Niveau gehandelt, das Analysten Sika als unabhängiges Unternehmen zutrauen. Im Markt preise man also einen Sieg des Sika-Verwaltungsrates schon zu einem guten Teil ein, heisst es.

Eine Analystenkonferenz ist auf 15 Uhr vorgesehen. Von dieser versprechen sich die Experten unter anderem Angaben zu möglichen Akquisitionszielen.

(AWP)