Sinkende Ölpreise drücken Dow Jones ins Minus

Am US-Aktienmarkt hat der Dow Jones Industrial am Donnerstag seine anfänglichen Kursgewinne nicht halten können und etwas schwächer geschlossen.
07.07.2016 22:36
Sorgenfolle Blicke der Trader an der Börse in New York.
Sorgenfolle Blicke der Trader an der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

Marktbeobachter nannten letztlich die im US-Nachmittagshandel wieder deutlich gesunkenen Ölpreise als Grund für die Verluste. Die US-Ölreserven waren weniger stark zurückgegangen als gedacht, was wiederum Sorgen hinsichtlich eines Überangebotes in den USA aufkommen liess.

Der Leitindex sank um 0,13 Prozent auf 17 895,88 Punkte. Im frühen Handel hatte er sich noch bis auf wenige Zähler an die Marke von 18 000 Punkten herangepirscht, war dann aber im Verlauf zeitweise bis auf 17 816 Punkte gefallen. Der marktbreite S&P 500 beendete den Handel mit minus 0,09 Prozent auf 2097,90 Zähler. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 rückte indes um 0,33 Prozent auf 4459,58 Punkte vor.

Zurückhaltung vor Arbeitsmarktbericht

Auch wenn sich der US-Arbeitsmarkt laut Daten des privaten Dienstleisters ADP im Juni robuster gezeigt hat als erwartet, hätten die Investoren vor dem an diesem Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung zurückhaltend agiert, hiess es am Markt. Das am Mittwochabend veröffentlichte Fed-Protokoll der jüngsten Notenbanksitzung hatte gezeigt, dass sich die US-Währungshüter im Juni auch wegen der Unsicherheit über die Entwicklung am amerikanischen Arbeitsmarkt gegen eine Zinserhöhung entschieden hatten.

Bei den Einzelwerten stachen die Aktien des Nahrungsmittelherstellers WhiteWave Foods heraus, die um 18,55 Prozent auf 56,23 US-Dollar hochschnellten. Der französische Branchenriese Danone will den Konkurrenten übernehmen und so sein Geschäft unter anderem mit Bio-Lebensmitteln ausbauen. Danone bietet je WhiteWave-Aktie 56,25 US-Dollar in bar.

Sinkende Ölpreise belasten

Wegen der aktuell wieder deutlich tiefer stehenden Ölpreise waren die Aktien der Öl-Schwergewichte Chevron und ExxonMobil mit Kursabschlägen von 1,46 beziehungsweise 1,20 Prozent unter den schwächsten Werten im Dow-Index.

Beim Getränkehersteller PepsiCo sorgte eine Anhebung der Gewinnziele für ein Kursplus von 1,48 Prozent. Nach starken Verkaufszahlen in Nordamerika soll der Jahresgewinn je Aktie - bereinigt um Sondereffekte und Währungsschwankungen - mit 4,71 US-Dollar um 5 Cent höher ausfallen als bisher gedacht, teilte der Coca-Cola-Rivale mit.

Über erhöhte Unternehmensprognosen freuten sich auch die Aktionäre von Western Digital . Die Aktie des Herstellers von Festplattenlaufwerken verteuerte sich in der vorderen Spitzengruppe im Nasdaq-Index um rund 4,84 Prozent.

Der Euro wurde im US-Handel zuletzt bei 1,1062 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1080 (Mittwoch: 1,1069) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9025 (0,9034) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Anleihen verloren zuletzt 6/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,39 Prozent.

(AWP)