Sinkender Ölpreis lastet auf US-Börsen

Der erneute Preisverfall bei Öl hat den US-Börsen am Mittwoch zugesetzt. Ein überraschend grosser Anstieg der US-Lagerbestände beschleunigte die Talfahrt der Preise.
31.08.2016 22:45
Fallende Ölpreise setzen am Mitwoch der Wall Street zu.
Fallende Ölpreise setzen am Mitwoch der Wall Street zu.
Bild: Pixabay

Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 2,8 Prozent auf 47,04 Dollar je Barrel. US-Öl verlor sogar 3,3 Prozent auf 44,81 Dollar. Das wiederum belastete Energiewerte wie Chevron, die den Gesamtmarkt tiefer ins Minus zogen. Chevron-Papiere gaben gut 1 Prozent nach.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 18'439 und einem Tief von 18'333 Punkten. Er schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 18'400 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 büsste 0,2 Prozent auf 2170 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ebenfalls 0,2 Prozent auf 5214 Punkte nach.

Die US-Anleger agierten zwei Tage vor Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktberichts mit Vorsicht. Sie erhoffen sich von den am Freitag anstehenden Daten Aufschlüsse über die Erholung der US-Wirtschaft und damit auch über den möglichen Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung. Denn diese macht die Notenbank Fed von der Konjunkturentwicklung abhängig.

Arbeitsmarktbericht ohne grosse Überraschung

Der Bericht des privaten Arbeitsvermittlers ADP lieferte keine neuen Impulse. ADP zufolge haben US-Firmen im August 177'000 neue Stellen geschaffen - etwas mehr als erwartet.

An der Wall Street sorgte zudem der Kurssturz von AeroVironment für Aufsehen. Die Aktien des Anbieters militärischer Drohnen fielen wegen enttäuschender Quartalsergebnisse um fast 17 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,1 Milliarden Aktien den Besitzer. 1105 Werte legten zu, 1872 gaben nach und 152 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Milliarden Aktien 1048 Werte im Plus, 1816 im Minus und 168 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen 2/32 auf 99-09/32. Sie rentierten mit 1,58 Prozent. Die 30-jährigen Bonds blieben bei 100-13/32 kaum verändert und hatten eine Rendite von 2,23 Prozent. Auch hier hielten sich die Anleger im Vorfeld des Arbeitsmarktberichts bedeckt.

(Reuters)