Smartphones - Apple stoppt iPhone-Talfahrt in China

Apple hat nach dem Start des iPhone 8 die mehr als einjährige Talfahrt im wichtigen Markt China gestoppt. Überschaubarer dürften jedoch die Verkäufe für das teurere iPhone X werden.
31.10.2017 08:11
Apple präsentiert das iPhone X.
Apple präsentiert das iPhone X.
Bild: Bloomberg

Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma Canalys legten die iPhone-Verkäufe im dritten Quartal im Jahresvergleich um 40 Prozent auf elf Millionen Geräte zu. Neben dem Start des iPhone 8 im September könnten auch Preissenkungen bei vorherigen Modellen zu dem deutlichen Plus beigetragen haben, erklärte Canalys-Analyst Mo Jia am Montag.

Für das teurere iPhone X, das Ende der Woche auf den Markt kommt, gebe es zwar Interesse in China - aber der hohe Preis und die erwarteten Lieferengpässe dürften die Verkaufszahlen in den nächsten Wochen überschaubar halten, prognostiziert Canalys.

Der chinesische Smartphone-Markt - der grösste der Welt - wird unterdessen von einheimischen Firmen beherrscht. Dabei liefern sich die Anbieter Huawei, Oppo und Vivo ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Marktanteilen von jeweils 19, 18 und 17 Prozent. Der auch international stark wachsende Netzwerkausrüster Huawei übernahm die Spitzenposition mit 22 Millionen verkauften Smartphones - ein Plus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Oppo setzte laut Canalys 21 Millionen Computer-Handys ab und Vivo über 20 Millionen.

Auf Platz vier liegt Xiaomi mit rund 15 Millionen verkauften Smartphones und Apple ist der einzige ausländische Anbieter in der Top 5. Der iPhone-Konzern hatte zunächst erfolgreich auf die Strategie gesetzt, nicht bei den harten Preiskämpfen im chinesischen Markt mitzumachen, sondern zu warten, bis sich immer mehr Chinesen seine Telefone leisten können.

Zuletzt schwächelten jedoch die iPhone-Verkäufe wegen des Erfolgs der technisch hochgerüsteten günstigeren Modelle einheimischer Hersteller mit dem Google-System Android. Ein Problem für Apple ist auch, dass ein grosser Teil der Smartphone-Nutzung in China auf Plattformen wie WeChat stattfindet, die auf beiden Plattformen identisch funktionieren.

(AWP)