SMI dämmt Verluste ein

Der Schweizer Aktienmarkt steht am Dienstagmittag weiterhin im Minus. Allerdings hat der SMI seine markanten Verluste aus der Startphase über die vergangenen zwei Handelsstunden deutlich abgebaut.
26.01.2016 12:51
Der SMI kämpft sich am Dienstag aus dem Loch.
Der SMI kämpft sich am Dienstag aus dem Loch.
Bild: cash

Zu Gute kam ihm dabei - wie anderen Börsenplätzen in Europa auch - die leichte Erholung der Ölpreise, die zuletzt wieder etwas über 30 USD je Fass gestiegen sind. Insgesamt bleibt die Stimmung an den Aktienmärkten aber zwischen gedämpft und nervös. Dazu beigetragen hat am Morgen der Absturz des Festlandbörsen-Index Shanghai Composite um über 6%.

Dies liess Erinnerungen an den turbulenten Börsenstart ins neue Jahr vor gut drei Wochen aufkommen, welcher vor allem von der Sorge um die konjunkturellen Entwicklung in China geprägt war. Nach wie vor gehen allerdings die Meinungen, ob es in China zu einer harten oder zu einer eher weichen Landung kommen wird, auseinander. Zuletzt hatte am Vorabend der deutsche Industriekonzern Siemens mit guten Zahlen überzeugt und dabei die Situation in China als besser als allgemein beschrieben bezeichnet.

SMI kämpft sich hoch

Der Swiss Market Index (SMI) verzeichnet um 11.50 Uhr noch ein Minus von 0,41% auf 8'219,77 Punkte, dies bei einem Tagestief von rund 8121 Zählern. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, büsst 0,51% auf 1'220,66 Punkte ein und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,36% auf 8'484,8 Punkte. Von den 30 SMI/SLI-Titeln notieren zur Berichtszeit noch 23 im Minus und 7 im Plus.

Unter den Bluechips stehen derzeit die in den vergangenen Monaten von Übernahmespekulationen getriebenen Syngenta (-2,3%) am meisten unter Druck. Hier dürfte belasten, dass die Capital Group ihren Anteil auf unter 3% gesenkt hat, wie am Morgen bekannt wurde.

Weiter geben konjunktursensitive Aktien wie LafargeHolcim (-1,1%) oder Kühne+Nagel (-1,0%) überdurchschnittlich nach. Die vom Ölpreis abhängigen Transocean (-1,0%) haben deutlicher noch als der Gesamtmarkt einen Teil der frühen Verluste wieder aufgeholt.

Daneben leiden vor allem verschiedene Finanzwerte wie Julius Bär, Swiss Re (je -1,5%) und UBS (-1,4%) besonders unter der angeschlagenen Stimmung. CS (-0,6%) geht es dabei leicht besser.

Die Luxusgüter-Werte Richemont (-0,5%) und Swatch (2,4%) entwickeln sich im Anschluss an die am Morgen publizierten Angaben zu den Uhrenexporten im Dezember unterschiedlich. Die Daten fielen zwar schlecht aus, aber trotzdem noch mehr oder weniger wie erwartet, womit in Marktkreisen der Einfluss dieser Daten auf die Aktienkurse der beiden Firmen als neutral angesehen wird. Swatch führen mit dem derzeitigen Plus das SMI/SLI-Tableau gar klar an, dies nach einem ebenfalls schwachen Start.

Actelion (+0,2%) haben sich mittlerweile ebenfalls ins Plus vorgeschoben und sind im vorderen Drittel zu finden, nachdem das Pharmaunternehmen in Kanada für sein Medikament Uptravi eine Zulassung für die Langzeitbehandlung von idiopathischer pulmonaler arterieller Hypertonie (iPAH) erhalten hat. Die Zürcher Kantonalbank schätzt diese Neuigkeit als leicht kurspositiv ein.

Zusammen mit Swatch bilden Galenica (+2,0%) und Aryzta (+0,7%) das Spitzentrio, gefolgt von den defensiven Novartis (+0,2%) im Vorfeld des Jahresergebnisses vom Mittwoch und Geberit (+0,6%). Letztere hatten schon am Vortag nach einer Aufstufung durch die Credit Suisse mit am meisten zugelegt und weisen derzeit als eine der wenigen Aktien im SLI noch eine positive Jahresperformance auf.

Zur kleinen Schar der Gewinner gehören noch ABB (+0,1%). Hier spekulieren einzelne Marktteilnehmer nach der positiven Überraschung von Siemens mit dem erhöhten Ausblick auf ebenfalls eher am oberen Ende der Erwartungen ausfallende Jahreszahlen. ABB wird diese in einer Woche vorlegen.

Im breiten Markt haben eine Reihe von Unternehmen Angaben zum vergangenen Geschäftsjahr gemacht, auffällige Kursbewegungen resultieren daraus allerdings nicht. Nach Umsatzangaben zum Vorjahr fallen die Industrietitel SFS (-0,6%) moderat und Tornos (-1,8%) etwas stärker zurück, während Huber+Suhner unverändert notieren.

Jeweils nach dem vollständigen Jahresergebnis ziehen Energiedienst (+0,2%) leicht an, wogegen Titlisbahnen (-2,7%) nach starkem Beginn in den roten Bereich zurückgefallen sind. Ebenfalls nach Jahreszahlen notieren die Aktien der Zuger KB unverändert, diejenigen von BC Jura stehen 0,4% höher.

(AWP)