SMI legt leicht zu - Banken sorgen für Schub

Kräftig steigende Bankaktien haben die Schweizer Börse am Mittwoch in die Gewinnzone gehoben. Europaweit zogen die Kurse der Geldhäuser an.
24.08.2016 12:20
Schild am Zürcher Paradeplatz, dem symbolischen Schweizer Finanzzentrum.
Schild am Zürcher Paradeplatz, dem symbolischen Schweizer Finanzzentrum.
Bild: cash

"Die Stimmung am Markt ist gut. Die Anleger kaufen risikoreichere Werte und dazu zählen derzeit vor allem Banken", sagte ein Händler. Der SMI notierte um 0,2 Prozent höher bei 8215 Punkten. Am Dienstag war der Leitindex um 0,5 Prozent gestiegen.

Nun setzen die Anleger auf Impulse vom Treffen der Zentralbanker in Jackson Hole ab Donnerstag. Vor allem eine Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen am Freitag wird mit Spannung erwartet. Davon erhoffen sie sich Hinweise auf den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung in der weltgrössten Volkswirtschaft. Bis dahin dürften sich die Marktteilnehmer bedeckt halten und die Handelsumsätze dünn bleiben.

Die Aktien der Grossbanken legten im Einklang mit den europäischen Bankwerten zu. UBS waren um 2,8 Prozent fester und Credit Suisse legten 1,4 Prozent zu. Auch Julius Bär, GAM Holding und Vontobel rückten kräftig vor.

Versicherungswerte hinkten dem Markt hinterher. Swiss Re stiegen um 0,3 Prozent, Zurich und Swiss Life waren leichter.

Swatch am Tabellenende

Den grössten Abschlag bei den Standardwerten verbuchten die Aktien von Swatch mit einem Minus von 1,2 Prozent. Richemont verloren 0,4 Prozent. Die schwache Verfassung der Uhrenindustrie und der erneute Einbruch der Schweizer Uhrenexporte im Juli belaste die beiden Luxusgüterwerte. SocGen nahm die Empfehlung für Swatch auf "Sell" von "Hold" zurück.

Insgesamt zeigten die zyklischen Werte keine klare Tendenz. Zu den Gewinnern zählten Geberit, Givaudan, Lafarge und Syngenta. Dagegen gaben die Anteile von ABB, Adecco, Sulzer und Lonza nach.

Die Index-Schwergewichte Nestle, Novartis und Roche neigten bei geringen Kursbewegungen zur Schwäche.

Am breiten Markt verloren Charles Vögele 2,4 Prozent. Das Bekleidungshaus blieb im ersten Halbjahr tief in den roten Zahlen und erwartet erst 2018 einen operativen Gewinn.

Zurückstufungen und Kurszielsenkungen belasteten Straumann. Die Aktien des Zahnimplantate-Herstellers sanken um 0,8 Prozent.

Die Aktien von Meyer Burger stiegen um 2,5 Prozent. Händler sagten, Der Kurs sei gut unterstützt, weil es sehr hohe Baissepositionen gebe. "Das Kurspotenzial nach oben schätzen inzwischen viele Spekulanten grösser ein als die Gefahr eines neuerlichen Kursrückgangs", sagte ein Händler.

Die Anteile von Also legten 2,3 Prozent zu. Der IT-Händler hat die restlichen 70 Prozent der Firma Bachmann Mobile Kommunikation übernommen.

Die Anteile von Bachem stiegen um vier Prozent. Die ZKB hat die Empfehlung für den Pharmazulieferer vor dem Halbjahresbericht am Freitag auf "Übergewichten" von "Marktgewichten" angehoben.

(Reuters)