SMI noch ohne grosse Bewegung

Der Schweizer Aktienmarkt eröffnet Handel am Mittwoch praktisch unverändert.
31.08.2016 09:28
Straumann-Aktien verlieren fast 5 Prozent. Bild: Der Hauptsitz von Straumann in Basel.
Straumann-Aktien verlieren fast 5 Prozent. Bild: Der Hauptsitz von Straumann in Basel.
Bild: ZVG

Der Swiss Market Index (SMI) gibt um 0,1 Prozent auf 8228 Punkte nach. Am Dienstag hatte der Swiss Market Index 0,6 Prozent auf 8236 Punkte gewonnen. Damit liess der Leitindex die Hürde von 8200 Zählern hinter sich, die er in den vergangenen Monaten nie nachhaltig überwinden konnte.

Wenig Impulse verleihen die US-Vorgaben den europäischen Märkten: An der Wall Street haben sich die wichtigsten Indizes am Dienstag nach Europaschluss kaum mehr von der Stelle bewegt und blieben somit in Sichtweite auf ihre Rekordstände.

An den Finanzmärkten rechnen Händler zur Wochenmitte mit einem ruhigen Handel, denn die Zurückhaltung der Anleger werde mit dem näher rückenden US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag laufend zunehmen. Einen ersten Eindruck darauf, in welcher Verfassung sich der Arbeitsmarkt der weltweit grössten Volkswirtschaft präsentiert, liefern am frühen Nachmittag die Jobdaten des privaten Dienstleisters ADP. Nach wie vor prägt derweil Ungewissheit über die US-Geldpolitik die internationalen Märkte. Mit Blick auf den Zeitpunkt des nächstens Zinsschritts schenken die Anleger den anstehenden Arbeitsmarktdaten daher besondere Beachtung.

Unverändert notieren die Aktien von Novartis. Die Tochter Sandoz hat für das Nachahmermedikament Erelzi von der US-Arzneimittelbehörde FDA die Marktzulassung erhalten. Erelzi konkurriert den Amgen-Blockbuster Enbrel, das in der Behandlung von Arthritis, Rheuma und Schuppenflechte eingesetzt wird und im vergangenen Jahr in Nordamerika einen Umsatz von 5,4 Milliarden US-Dollar erzielt hat.

Richemont büssen 1,4 Prozent ein. Die Luxusgüteraktien wurden von der UBS auf 'Neutral' von 'Buy' abgestuft. Ein Treffen mit Uhrenverkäufern in Hong Kong habe bestätigt, dass das Umfeld für die Schweizer Uhrenindustrie momentan schwierig sei und bleibe, hiess es in der Begründung. Branchenkonkurrent Swatch hatte in den vergangenen Tagen deutlicher an Wert eingebüsst als Richemont und liegt derzeit lediglich mit  0,2 Prozent im Minus.

Bankaktien legen zu

Die  Banken UBS (+1,1 Prozent) und Credit Suisse (+0,9 Prozent) legen zu. Die CS-Papiere haben zuletzt vom Interesse grosser US-Investoren profitiert. Am Dienstag wurde bekannt, dass der Asset Manager Capital Group seinen Anteil auf über 5 Prozent ausgebaut hat und die Aktie legte um 2,7 Prozent zu.

Am breiten Markt hat der Laborausrüster Tecan (Kurs: +0,4 Prozent) die Übernahme der US-amerikanischen SPEware Corporation angekündigt. Das Unternehmen ist im Bereich der Probenvorbereitung für die Massenspektrometrie tätig und der Basis-Kaufpreis beläuft sich auf 50 Millionen Dollar. Insgesamt entspreche die Bewertung ungefähr dem Dreifachen des im Jahr 2016 erwarteten Umsatzes, hiess es.

Die Aktien des Dentalimplantate-Herstellers Straumann büssen 4,7 Prozent ein, nachdem der Singapurer Staatsfonds GIC seine Beteiligung von 14 Prozent auf unter 5 Prozent reduziert hat. Dabei hat der ehemals zweitgrösste Einzelaktionär rund 1,4 Millionen Aktien im Markt platziert. Straumann hat selbst auch zugegriffen und 530'000 eigene Aktien für 200 Millionen CHF erworben. Finanziert werde der Rückkauf mit überschüssiger Liquidität.

(cash/AWP)