SMI verliert an Schwung

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch nach einem festeren Start merklich an Schwung verloren. Die Anleger trauen der Erholung nicht recht, sagte ein Händler.
02.09.2015 12:29
Die Swatch-Aktien heben sich am Mittwoch vom Gesamtmarkt ab - und stehen mittags an der SMI-Spitze.
Die Swatch-Aktien heben sich am Mittwoch vom Gesamtmarkt ab - und stehen mittags an der SMI-Spitze.
Bild: Bloomberg

Die jüngst starken Kursschwankungen hätten die Marktteilnehmer stark verunsichert und sie scheuten den Aufbau grösserer Positionen. "Was es jetzt braucht, damit die Anleger zurückkommen, ist eine Phase der Stabilisierung", sagte ein Händler.

Der SMI bröckelte nach einem vorübergehenden Anstieg bis auf 8715 Punkte ab und notierte am frühen Nachmittag noch um 0,1 Prozent höher bei 8630 Zählern. Am Vortag war der Leitindex aus Furcht vor einer Abschwächung der chinesischen Wirtschaft um 2,3 Prozent gefallen.

US-Notenbank sorgt für Zurückhaltung

Für Zurückhaltung sorgt auch die US-Notenbank. Am Vorabend hatten Äusserungen des Chefs der Fed von Boston Spekulationen geschürt, dass die amerikanischen Währungshüter die Zinsen angesichts der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten im September doch noch nicht anheben. Es mache aus ökonomischer Sicht kaum einen Unterschied, ob die Zinswende nun einige Monate früher oder später komme, sagte Eric Rosengren. Hinweise auf den Zeitpunkt des Zinsschritts in der weltgrössten Volkswirtschaft erhoffen die Anleger vom Konjunkturbericht "Beige Book" der Fed am Abend und neuen Daten zum amerikanischen US-Arbeitsmarkt in den kommenden Tagen.

Rund die Hälfte der Standardwerte rutschte im Verlauf ins Minus. Die Einbussen lagen dabei meist deutlich unter einem Prozent. Die Index-Schwergewichte Novartis und Roche, die den Markt zunächst in die Pluszone gehievt hatten, schwächten sich leicht ab. Nestle konnten sich im Plus halten.

Die Aktien von Richemont waren um 1,3 Prozent höher, gaben damit aber anfängliche Gewinns zu einem guten Teil wieder preis. Die Titel von Rivale Swatch rückten ebenfalls 1,3 Prozent vor.

Die Anteile von anderen zyklischen Firmen zeigten keinen klaren Trend. ABB und LafargeHolcim schwächten sich ab, Adecco und Geberit zogen an.

Die Bankaktien Credit Suisse und UBS waren kaum verändert.

Die Swisscom-Aktien verloren 0,6 Prozent. Merrill Lynch stufte den Telekomwert auf "Neutral" von "Buy" zurück. Die Anteile von Rivale Sunrise büssten nach Kurszielsenkungen von Barclays, Berenberg und RBC drei Prozent ein.

Kurszielerhöhungen von KeplerCheuvreux und Vontobel hoben die Aktien des Versicherers Helvetia 1,6 Prozent ins Plus.

(Reuters)

 

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