SMI weiterhin im Plus - Grossbanken gefragt

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Mittwoch zur Mittagszeit weiterhin im Plus. Der Leitindex SMI mäandriert dabei seit Handelsbeginn mit geringen Ausschlägen um die 8'000-Punkte-Marke.
02.03.2016 12:50
Die Kurse an der Schweizer Börse legen am Mittwoch zu.
Die Kurse an der Schweizer Börse legen am Mittwoch zu.
Bild: cash

Die laut Händlern "sensationellen Vorgaben" aus den USA und aus Asien werden mit diesen Avancen aber nur zum Teil nachvollzogen. "Die 8'000-Punkte-Schwelle scheint ein psychologisches Hindernis zu sein, das einen weiteren Anstieg vorläufig verhindert", sagt dazu ein Analyst.

Gleichwohl ist auch in der Schweiz der Optimismus an den Markt zurückgekehrt. Als Auslöser für die weltweit bessere Stimmung an den Aktienmärkten gelten Hoffnungen auf zusätzliche Konjunkturstimuli durch die chinesische Regierung sowie sich aufhellende Aussichten für die US-Wirtschaft. Am Nachmittag werden in den USA neue Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, die weiteren Aufschluss über den Zustand der US-Wirtschaft geben werden.

SMI um 8000 Punkte

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 12 Uhr 0,44% höher bei 7'997,28 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, steigt um 0,49% auf 1'219,92 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,39% auf 8'406,60 Stellen. Von den 30 SMI/SLI-Titeln stehen je 15 im Plus und Minus.

Die deutlichsten Gewinne unter den Blue Chips verzeichnen die Credit-Suisse-Aktien (+4,0%), und auch die UBS-Papiere (+2,5%) sind gefragt. "Es ist höchste Zeit, dass die Grossbankentitel einen Teil ihrer bisherigen Jahresverluste wettmachen", meint dazu ein Analyst. Bei CS haben sich bislang seit Anfang Jahr Verluste von über 30% aufgetürmt, bei UBS von gegen 20%. Gerüchte über einen baldigen Rücktritt von CS-Präsident Urs Rohner seien wohl nebensächlich, heisst es von Experten weiter.

Deutliche Avancen verzeichnen ausserdem Transocean (+2,9%). Der Titel war am Vortag der einzige Verlierer im SMI/SLI gewesen. In New York, wo der Haupthandel für die Valoren des Ölservice-Unternehmens stattfindet, hatten die Aktien dann aber mit einem satten Plus von 4,9% geschlossen.

Dahinter stehen Swiss Life (+2,0%) ebenfalls deutlich im Plus. Die Papiere des Lebensversicherers waren am Vortag mit einem Gewinn von 5,3% klarer Spitzenreiter unter den Blue Chips gewesen. Der am Dienstag präsentierte Jahresgewinn war deutlich über den Erwartungen der Analysten ausgefallen. Um mehr als 1% legen ausserdem Zurich (+1,2%) und LafargeHolcim (+1,1%) zu.

Roche und Novartis stützen

Eine Stütze sind dem Markt auch die schwergewichtigen Roche und Novartis (je +0,8%). Nachdem der gesamte Pharmasektor von Positions-Senkungen gebremst wurde, sei die anziehende Nachfrage ein positives Signal, ist am Markt zu hören. Vor allem den Roche-Papieren werden eine Erholung zugetraut, weil sie stark überverkauft seien.

Das dritte Schwergewicht Nestlé (-0,8%) findet sich hingegen wie auch andere defensive Werte auf der Verliererseite. So sind auch Aryzta (-1,3%), Givaudan (-0,8%) und Galenica (-0,5%) im Minus. Die grössten Verluste weisen aktuell aber Sika (-1,5%) aus.

Leichte Verluste verzeichnen auch Kühne+Nagel (-0,4%) nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses. Die Erwartungen seien zwar erfüllt worden, und auch der Margenausblick sei keine grosse Überraschung, meinen Analysten. Allerdings hatten sich manche bei der Dividende etwas mehr erhofft. Nachdem der Titel seit Jahresbeginn besser als der Gesamtmarkt abgeschnitten hat, dürften zudem einige Anleger ihre Gewinne einstreichen.

Schindler (-0,3%) notieren ebenfalls leicht im Minus. Der Stellenabbau beim Lift- und Rolltreppenhersteller ist für Investoren allerdings keine grosse Überraschung. Auch etwas tiefer werden Clariant (-0,2%) gehandelt. Moody's senkte den Ausblick für das Rating des Spezialchemie-Konzerns auf "negativ" von zuvor "stabil".

Viel los ist am breiten Markt. So kommen die Jahresergebnisse von Bobst (+2,3%) und Adval Tech (+0,3%) deutlich besser an als jene von Bossard (-3,5%). Der DKSH-Konzern (-0,9%) kündigte an, dass der langjährige CEO Jörg Wolle im nächsten Jahr seinen Posten räumen und das Verwaltungsratspräsidium übernehmen wird. Logitech (-1,3%) bestätigte derweil im Vorfeld eines Investorentags die Ziele für das Gesamtjahr 2015/16. Applaus erhalten Gottex für einen Teilverkauf (+5,3%) und Evolva (+2,4%) für eine Meilensteinzahlung.

(AWP)