SNB bereit zu weiteren Interventionen

Die Schweizerische Nationalbank sieht nach den Worten von Präsident Thomas Jordan Spielraum für weitere Eingriffe in den Devisenmarkt. Die aktuelle Lage sei schwierig, sagte er an einer Konferenz.
01.08.2016 12:07
Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB).
Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB).
Bild: cash

Thomas Jordan äusserte sich am Montag auf einer Konferenz auf der indonesischen Insel Bali. Er verwies dabei unter anderem auf einen überbewerteten Franken und eine negative Inflationsrate. "Die gegenwärtige Herangehensweise ist die richtige - Expansion in der Geldpolitik und eine Bereitschaft zu intervenieren", sagte Jordan. Die SNB will verhindern, dass sich der Franken zum Euro weiter aufwertet. Denn dies ist Gift für die stark exportorientierte Wirtschaft des Landes.

Die Notenbank stemmt sich schon seit längerem mit milliardenschweren Devisengeschäften gegen eine zu starke Franken-Aufwertung. Zuletzt griff sie ein, als die Währung unmittelbar nach dem Brexit-Votum der Briten an Wert gewann.

Anders als sonst üblich machte die SNB das diesmal öffentlich. Der Franken gilt bei Investoren als sicherer Hafen und ist daher bei Anlegern in turbulenten Zeiten besonders gefragt.

(AWP)