So sehen cash-Leser die Börse 2014

Zündet die Schweizer Börse nach dem verpatzten Januar nun endlich den Turbo? Oder müssen sich Anleger an schwierigere Zeiten gewöhnen? Eine Umfrage zeigt das aktuelle Sentiment der cash-Leser.
12.02.2014 14:23
Von Pascal Meisser
Die Mehrheit der cash-Leser glaubt an höhere Börsenkurse in diesem Jahr.
Die Mehrheit der cash-Leser glaubt an höhere Börsenkurse in diesem Jahr.
Bild: cash

"Knackt der SMI dieses Jahr noch die 9000 Punkte?", fragt cash seit Ende vergangener Woche seine Leserinnen und Leser. Diese Zahl hatte der cash-Börsen-Talk-Gast Alfred Ritter am vergangenen Freitag bei seinen Jahresprognosen in die Runde geworfen. Er ist überzeugt, dass der Schweizer Leitindex im Laufe des Jahres 9000 Punkte erreichen wird. Das Überspringen dieser Marke gelang dem SMI das letzte Mal im Jahr 2007.

Aktuell fehlen dem SMI bis zur nächsten Tausendermarke 600 Punkte – oder 7 Prozent. Das entspricht in etwa dem Mittelwert der prognostizierten Rendite für 2014. Experten hatten für dieses Jahr durchschnittliche Kursgewinne bei Aktien zwischen 5 und 9 Prozent vorausgesagt.

Der ehemalige Anlagechef der Basler Kantonalbank findet allerdings unter den cash-Lesern nur eine leichte Mehrheit, welche die zuversichtliche Prognose teilt. Nur gerade mal 58 Prozent der über 1700 Teilnehmer der Umfrage geht davon aus, dass der Swiss Market Index in den kommenden Monaten tatsächlich über 9000 Punkte klettern wird. 42 Prozent teilen diese Zuversicht nicht.

Börsen haben sich wieder stabilisiert

Ziemlich sicher wurde das Umfrageergebnis vom Kurs-Taucher im Januar beeinflusst. Im Sog einer sich verschärfenden Währungskrise in einzelnen Schwellenländern sackte die Schweizer Börse Ende Januar um 6 Prozent ab. In den letzten zwei Wochen haben sich die Index-Stände wieder stabilisiert. Der SMI beispielsweise notiert am Mittwochnachmittag nur noch 1 Prozent unter dem Jahreshoch von 8486 Zählern.

Nun mehren sich auch die zuversichtlichen Marktkommentare. "Die jüngsten Turbulenzen haben der Börsenhausse keinen Schaden zugefügt", schreibt die liechtensteinische Fürstenbank LGT am Mittwoch. Sie bemerkt, dass die Marktverfassung stabil geblieben sei. Die Vergangenheit zeige, dass mit solchen Voraussetzungen Börsen rasch wieder neue Höchststände erreichen würden.

Diese Meinung teilt auch Alfred Ritter, der das Jahreshoch für den SMI bei 9100 Punkten angesetzt hat. Allerdings erwartet er für die kommenden drei Wochen erst noch eine "holprige Fahrbahn an den Börsen", wie er im Börsen-Talk sagte. Erst auf das zweite Quartal hin dürften die Aktien wieder deutlich steigen. "Die meisten Firmen haben in ihren Gewinnausweisen einen rosigen Ausblick vermittelt, das wird die Börsen weiter antreiben", sagt Ritter.