So viel geben cash-Leser für Geschenke aus

Schweizerinnen und Schweizer greifen dieses Jahr in der Adventszeit für Geschenke wieder tiefer in die Taschen. cash-Leser hingegen stemmen sich gegen diesen Trend, wie eine Umfrage zeigt.
14.12.2012 14:15
Von Frédéric Papp
Bei cash-Lesern dominieren moderate Budgets für Weihnachtsgeschenke.
Bei cash-Lesern dominieren moderate Budgets für Weihnachtsgeschenke.
Bild: cash

"Wie viel geben Sie für Weihnachtsgeschenke aus?", fragt cash seit Montag seine Leser. Seit Anfang Dezember läuft das Weihnachtsgeschäft auf Hochtouren, und erste Rückmeldungen des Detailhandels fallen positiv aus.

So meldete zum Beispiel der Warenhausbetreiber Manor am Mittwoch höhere Umsätze als im Vorjahr, und auch Globus ist zufrieden mit dem bisherigen Geschäftsgang. Angetrieben wird das Weihnachtsgeschäft hauptsächlich von den Sonntagsverkäufen, wobei erfahrungsgemäss vor allem der jeweils letzte der umsatzstärkste ist. Umso überraschender fällt das Ergebnis der cash-Umfrage aus. 

Fast jeder Fünfte der insgesamt 2800 Umfrage-Teilnehmer gaben an, dieses Jahr nichts für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Damit liegt diese Gruppe nur knapp hinter der grössten Fraktion, die ein Geschenkebudget zwischen 100 bis 300 Franken eingeplant hat. Insgesamt geben rund zwei Drittel der cash-Leser für Geschenke zwischen 0 bis 500 Franken aus. Der Rest lässt dafür 500 Franken oder mehr springen. 

Wider den Stress

Dieses Ergebnis erstaunt im Vergleich zu anderen Umfragen. Laut einer Mitte November erschienenen Studie des Beratungsunternehmens Deloitte planen Schweizer Haushalte dieses Jahr 561 Franken für Geschenke auszugeben. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung von 4,3 Prozent. Und nach einer Umfrage der Universität St. Gallen liegt das durchschnittliche Weihnachtsbudget sogar bei 611 Franken.

Wie lässt sich das vergleichsweise bescheidene Weihnachtsbudget der Mehrheit der cash-Leser interpretieren? Wie vermutlich viele bereits am eigenen Leib erfahren mussten, geht die Adventzeit auch mit einer guten Portion Stress einher. Dieser beginnt oftmals schon bei der Frage: Was soll ich schenken? Ein Problem, das sich vor allem bei jungen Menschen stellt.  

So geht aus Deloitte-Studie hervor, dass mehr als ein Viertel der rund 19'000 Befragten nicht wissen, was sie für einen Teenager zwischen 12 und 18 Jahren kaufen sollten.

Ein weiterer Grund für den "Kaufstreik" könnte das Gerangel in den Shoppingcenter sein. So zählte zum Beispiel das Walliseller Glattzentrum am letzten Sonntag deutlich über 30'000 Kunden. Eine Umfrage-Teilnehmerin bestätigt denn auch gegenüber cash, dass sie aus diesem Grund seit drei Jahren keine Weihnachtsgeschenke mehr kaufe.