So wird die neue Börsenwoche

Eine anstehende Bilanzflut wird die Anleger an den Aktienmärkten in der neuen Woche auf Trab halten.
20.02.2016 15:11
Auch die Schweizer Börse hat sich in der abgelaufenen Woche erholt.
Auch die Schweizer Börse hat sich in der abgelaufenen Woche erholt.
Bild: cash

Kommende Woche werden an der Schweizer Börse SIX nicht weniger als 18 Publikumsgesellschaften ihr Jahresergebnis vorlegen. Das Interesse der Anleger gilt dabei vor allem Swiss Re, Straumann, Transocean und SulzerEs sind aber mehrheitlich Unternehmen aus der zweiten Linie, welche die Zahlen bringen (zur detaillierten Vorschau).

Während die meisten US-Firmen ihre Büchern bereits geöffnet haben, nimmt die Bilanzsaison in  der Schweiz, aber auch in Deutschland erst so richtig Fahrt auf. "Die Ausblicke werden entscheidend sein - sollten die Konzerne wie kürzlich Siemens positiver in die Zukunft blicken, wäre das schon die halbe Miete", sagt Aktienmarkt-Experte Robert Halver von der Baader Bank.

In der zu Ende gehenden Woche hab der Swiss Market Index und der Dow Jones je rund 2,7 Prozent zugelegt, Die US-Technologiebörse Nasdaq um 3,8 Prozent. Der Nikkei addierte 6,8 Prozent. Der deutsche Leitindex Dax hat knapp 5 Prozent zugelegt, seit Jahresbeginn steht aber immer noch ein sattes Minus von rund zwölf Prozent zu Buche.

Konjunkturdaten auf der Agenda

Bei den Konjunkturdaten aus Deutschland sticht am Dienstag der Ifo-Index für den Monat Februar hervor, der die Investitionslaune der Unternehmen widerspiegelt. Die jüngsten Börsenturbulenzen und Sorgen vor einer starken Konjunkturabkühlung in China drücken derzeit auf die Stimmung. Zudem geht in den deutschen Chefetagen auch die Angst vor einer Destabilisierung der vom Ölpreis-Verfall geschwächten Förderstaaten um. Im Januar hatte sich das Ifo-Geschäftsklima angesichts der vielen internationalen Krisenherde überraschend kräftig eingetrübt.

Auch in den USA stehen in der neuen Woche einige Konjunkturdaten auf der Agenda. Neben Daten zum privaten Einkommen und Konsum am Freitag dürfte etwa auch das Verbrauchervertrauen im Februar (Dienstag) von Anlegern und Händlern aufmerksam verfolgt werden. Zudem sind Reden einiger Fed-Vertreter geplant - so äußern sich unter anderem Vize-Chef Stanley Fischer am Dienstag und der Präsident der Fed von Atlanta, Dennis Lockhart, am Donnerstag.

Von ihren Worten erhoffen sich die Märkte Hinweise, ob die US-Notenbank an ihrem geplanten Kurs schrittweiser Zinserhöhungen in diesem Jahr festhält. Eine schwache Wirtschaft hatte dies zuletzt fraglich erscheinen lassen.

(Reuters)