Solartechnik - Meyer Burger nennt Details zur geplanten Kapitalerhöhung

Meyer Burger geht auf Nummer sicher. Damit die für den geplanten Strategiewechsel benötigte Kapitalerhöhung zu Stande kommt, hat der Solarzulieferer für die heutige ausserordentlichen GV zwei Alternativen ausgearbeitet.
10.07.2020 07:06
Schriftzug am Hauptsitz von Meyer Burger.
Schriftzug am Hauptsitz von Meyer Burger.
Bild: ZVG

Nun werden im Vorfeld der Veranstaltung die Details dazu genannt.

In der ersten Variante würden bis zu 1,83 Milliarden Anteile zu 9 Rappen das Stück ausgegeben, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Ein Bezugsrecht für Altaktionäre gibt nur für rund zwei Drittel der neuen Aktien.

Bedingung für die Durchführung der Kapitalerhöhung gemäss Traktandum 1 sei, dass ein Bruttoerlös von mindestens 150 Millionen Franken zusammenkommt. Daneben bestehen diverse weitere Bedingungen.

Falls die ao GV Traktandum 1 nicht zustimmt, kommt Traktandum 2 zur Abstimmung. In dieser Variante würde zuerst der Nennwert der Aktien von 5 auf 1 Rappen gesenkt, gefolgt von der Ausgabe von bis zu 3,29 Milliarden neuen Anteilen zum Preis von 5 Rappen das Stück. In dieser Variante würde der Bruttoerlös bei 164,4 Millionen Franken liegen.

Heute verkauft Meyer Burger nur die Maschinen zur Produktion von Solarzellen und Solarmodulen. Künftig wollen die Berner diese gleich auch selber herstellen. Das Unternehmen vollzieht damit einen grundlegenden strategischen Wechsel. Für den Aufbau einer eigenen Produktion in Ostdeutschland braucht Meyer Burger aber zunächst Geld.

Die ausserordentliche Generalversammlung von Meyer Burger findet heute in Thun statt und beginnt um 10 Uhr. Der Handel der Aktien an der Schweizer Börse wurde daher bis auf Weiteres eingestellt. Dieser werde erst 30 Minuten nach Publikation der Abstimmungsresultate wieder aufgenommen.

(SDA)

 
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