Sonderstatus für Arznei in Grossbritannien treibt Santhera-Aktie

In der Hoffnung auf eine vorzeitige Freigabe des Medikaments Raxone in Grossbritannien haben den Anleger am Freitag zu den Santhera-Aktien gegriffen.
23.12.2016 12:46
Thomas Meier ist CEO von Santhera.
Thomas Meier ist CEO von Santhera.
Bild: cash

Die Titel Pharmafirma schossen bis 28 Prozent auf 59,90 Franken empor. Allerdings notiert in diesem Jahr noch immer ein Minus von fast 50 Prozent, da die Aktie vor allem Mitte Juli einen heftigen Kurseinbruch erlitten hatte.

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA stufte Raxone zur Behandlung Muskelschwund (DMD) als "vielversprechende innovatives Arzneimittel" ein. Der Status ist eine Voraussetzung dafür, dass DMD-Patienten in Grossbritannien den Zugang zu noch nicht zugelassenen Arzneien erhalten.

Laut Mitteilung soll dieses Programm Patienten in Grossbritannien mit lebensbedrohlichen oder zu schwerer Beeinträchtigung führenden Erkrankungen, für die es keine oder keine zufriedenstellenden Behandlungsoptionen gibt, den Zugang zu noch nicht zugelassenen Arzneimitteln ermöglichen.

Santhera-CEO Thomas Meier zeigt sich vor allem über den Entscheid, Raxone in das EAMS-Programm Early aufzunehmen, sehr zufrieden. Diese Entscheidung unterstreiche den hohen medizinischen Bedarf bei DMD und erkenne den innovativen Behandlungsansatz von Raxone an, wird er in der Mitteilung zitiert.

Bei der Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) und dem Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic werden aktuell Zulassungsanträge für Raxone zur Behandlung von DMD-Patienten mit abnehmender Atmungsfunktion und ohne Glucocorticoid-Begleittherapie geprüft. Dies würde Patienten miteinschliessen, die früher mit Glucocorticoiden behandelt wurden oder bei denen diese unerwünscht, nicht verträglich oder kontraindiziert sind.

(Reuters/cash/AWP)