Sorge vor wirkungsloser Geldpolitik drückt Asien-Börsen

Die Angst vor einem wirkungslosen Verpuffen geldpolitischer Maßnahmen von Zentralbanken hat am Mittwoch die Aktienmärkte in Fernost belastet.
14.09.2016 09:06
Die Bank of Japan in Tokio.
Die Bank of Japan in Tokio.
Bild: Bloomberg

Zudem drückten deutliche Kursverluste an der Wall Street die Stimmung.

In Tokio büsste der Nikkei-Index knapp 0,7 Prozent auf 16.614 Punkte ein. Vor allem Banktitel standen unter Druck. Viele Anleger rätselten über die weitere Geldpolitik der japanischen Notenbank, sagte Marktökonomin Ayako Sera von der Sumitomo Mitsui Trust Bank. Der MSCI-Index für asiatische Aktien mit Ausnahme Japans notierte 0,2 Prozent schwächer.

In Japan will die Notenbank einem Pressebericht zufolge künftig stärker auf Negativzinsen setzen. Diese sollten Herzstück der Geldpolitik werden, da das massive Anleihenkaufprogramm allmählich an seine Grenzen stosse, berichtete die Zeitung "Nikkei" am Mittwoch ohne Quellenangabe. Unklar blieb, ob die Bank von Japan bereits bei ihrer Sitzung kommende Woche die Zinsen auf bestimmte Bankeinlagen tiefer in den negativen Bereich drückt.

Auch an der Börse in Shanghai gaben die Kurse nach. Allerdings blieb der Handel vor einem langen Wochenende insgesamt schwach. In Hongkong notierte der Markt wenig verändert. Viele Investoren warteten auf das Treffen der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche. An den Märkten wird mehrheitlich erwartet, dass die geplante Anhebung der Zinsen zwar noch nicht beim anstehenden Treffen, aber dennoch bis zum Jahresende kommen wird. Diese Aussicht gab dem Dollar Auftrieb, der in Fernost zum Yen um 0,6 Prozent auf 103,15 Yen zulegte. Der Euro notierte kaum verändert mit 1,1224 Dollar.

(Reuters)