SPS-CEO: «Wir sind trotzdem sehr viel besser geworden»

SPS-CEO René Zahnd erklärt im cash-Video-Interview, weshalb der Gewinnrückgang im ersten Halbjahr für das Immobilienunternehmen kein Problem darstellt. Er äussert sich überdies zur Dividendenausschüttung.
25.08.2016 14:50
Von Pascal Züger
René Zahnd, seit Januar 2016 CEO von Swiss Prime Site.
Bild: cash

Das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site (SPS) hat im ersten Halbjahr 2016 dank Zukäufen den Gesamtertrag stabil gehalten, unter dem Strich aber weniger verdient. Zulegen konnte der Branchenprimus im Geschäftsfeld Leben und Wohnen im Alter, wogegen die Erträge in den anderen beiden Bereichen Immobilien und Retail rückläufig waren. 

Bereinigt um Neubewertungseffekte lag der Gewinn bei 120,3 Millionen Franken und somit 10 Prozent tiefer als im Vorjahr. Für CEO René Zahnd, welcher seit Januar dieses Jahres dieses Amt innehat, keine Überraschung: "Uns war völlig bewusst, dass der Gewinn rückläufig sein wird", sagt er im cash-Video-Interview.

Zahnd sieht dieses Ergebnis zum einen in tieferen Neubewertungen begründet, zum anderen habe es aber auch keine Verkaufsgewinne mehr aus Entwicklungsliegenschaften - wie im letzten Jahr der Fall - gegeben. "Zieht man das ab, sind wir sehr viel besser geworden."

Leerstandsquote verringert

Geringer wurde die Leerstandsquote, welche nun 6,4 Prozent beträgt, nach 7,4 Prozent im Jahr zuvor. Im Gesamtmarkt haben sich jedoch bei Gewerbeflächen die Aussichten etwas eingedunkelt: In Zürich etwa sind die Büro-Leerstände im zweiten Quartal 2016 weiter gestiegen, wie das Immobilien-Beratungsunternehmen Jones Long LaSalle Anfang August mitteilte.

Drohen nun Swiss Prime Site, dessen Portfolio zu 40 Prozent aus Büroflächen besteht, höhere Leerstände im nächsten Semester? "Ich glaube nicht", verneint dies Zahnd. Auf dem Markt habe man eher mit alten Büroflächen Probleme, während SPS einen neuwertigeren Bestand habe.  Auch seien die Büros von SPS so gebaut worden, dass eine grosse Flexbilität bei der Nutzung und ein Umbau möglich sei.

Als weiterer Punkt spricht Zahnd die Mietverträge an, welche "sehr innovativ" seien: "Man muss auf den Mieter zugehen und mit ihm versuchen die beste Lösung zu finden."

Dividende bleibt gleich

Der Gewinn pro Aktie liegt aktuell bei 1,89 Franken, nach 2,96 Franken im Jahr davor. Grund dafür sind zum einen, wie oben erwähnt, die fehlenden Entwicklungsgewinne, welche den Profit drückten, aber auch die aufgrund von Kapitalerhöhungen höhere Anzahl an Aktien.

Auf die Dividende soll dies allerdings keinen Einfluss haben: "Wir planen wieder eine Dividendenausschüttung von 3,70 Franken pro Aktie, wie in den Jahren zuvor", so Zahnd. Ausserdem ist er auch davon überzeugt, dass Swiss Prime Site die 3,70 Franken den Aktionären mittel- und auch langfristig zur Verfügung stellen kann.

An der Guidance für das Geschäftsjahr 2016 hält Zahnd weiter mit grosser Überzeugung fest, wie er im Interview betont. Demzufolge rechnet die Konzernleitung mit einer Steigerung des Mietertrags und des Betriebsertrags insgesamt. Die Leerstandsquote werde sich weiter reduzieren.

Im cash-Video-Interview spricht René Zahnd ausserdem über Richtungsänderungen, welche er bei Swiss Prime Site seit seinem Amtsantritt im Januar eingeschlagen hat.

(Mit Material von AWP)