Staatsanleihen - EZB hat weiter Bedenken wegen griechischer Staatsschulden

Ein Brief von EZB-Präsident Mario Draghi an EU-Parlamentarier deutet nicht auf baldige Notenbankkäufe griechischer Staatsanleihen hin.
26.06.2017 16:42
EZB-Chef Mario Draghi sieht für Griechenland (noch) keine rosige Zukunft.
EZB-Chef Mario Draghi sieht für Griechenland (noch) keine rosige Zukunft.
Bild: Bloomberg

Es gebe weiterhin ernsthafte Bedenken mit Blick auf die Tragfähigkeit der griechischen Staatsschulden, heisst es in dem am Montag von der EZB veröffentlichten Schreiben an einen EU-Parlamentarier. Grund seien fehlende Informationen über weitere Schuldenerleichterungen für Athen. Die Euro-Partner Griechenlands hatten diese Mitte Juni nur im Grundsatz zugesagt.

"Die EZB-Mitarbeiter sind derzeit nicht in der Lage, eine umfassende Analyse zur Schuldentragfähigkeit der Staatsverschuldung Griechenlands abzuschliessen", heisst es in dem Schreiben weiter. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mehrfach klargestellt, dass die Nachhaltigkeit der griechischen Staatsschulden Voraussetzung dafür ist, dass griechische Staatsanleihen in das bestehende Kaufprogramm der Notenbank (Quantitative Easing, QE) aufgenommen werden.

Die griechische Regierung strebt die Aufnahme in das QE-Programm der EZB an, weil sie sich dadurch fallende Anleihezinsen und letztlich einen leichteren Zugang an den Kapitalmarkt, von dem sie gegenwärtig faktisch ausgeschlossen ist, verspricht.

(AWP)