Starker Dollar belastet Asiens Börsen

Der starke Dollar hat am Dienstag erneut die Aktienmärkte in Fernost belastet. Investoren befürchten Kapitalabflüsse, weil die US-Währung nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl deutlich zugelegt hatte.
15.11.2016 08:12
Düstere Aussichten für Schwellenländer? Blick auf das Finanzzentrum von Schanghai.
Düstere Aussichten für Schwellenländer? Blick auf das Finanzzentrum von Schanghai.
Bild: Pixabay

Hintergrund sind Trumps Pläne zur Ankurbelung der Wirtschaft. Der MSCI-Index für Aktien aus der Region Asien/Pazifik ohne Japan notierte 0,1 Prozent niedriger. Seit Trumps überraschendem Sieg vergangene Woche hat der Index fast fünf Prozent eingebüsst.

An der Spitze der Kursverlierer standen indische und australische Papiere. "Die Leute preisen schon die Präsidentschaft von Trump und die Auswirkungen auf ihre eigene Wirtschaft ein", sagte Analyst Joseph Roxas von Eagle Equities. In Tokio notierte der Nikkei<.N225-Index> kaum verändert bei 17.668 Zählern. Anleger nahmen Gewinne mit. Seit dem Wahlsieg von Trump hat der Nikkei fast neun Prozent gewonnen, vor allem weil Kursverluste des Yen die Exportchancen japanischer Firmen verbessern.

Nach der Vorlage von Halbjahreszahlen waren Bankaktien gefragt. Sumitomo Mitsui Financial Group stiegen 3,8 Prozent, Mizuho Financial Group kletterten 1,3 Prozent. Nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufs legten Mitsubishi UFJ Financial Group mehr als vier Prozent zu.

Am Devisenmarkt verteidigte der Dollar einen Grossteil seiner Gewinne zum Yen und notierte bei 1,0825 Yen, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 108,54 Yen gestiegen war. Der Euro erholte sich etwas und tendierte bei 1,0750 Dollar. Am Montag war die Gemeinschaftswährung auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gefallen.

(Reuters)