Starker Franken bereitet der SNB weiterhin Sorge

Thomas Jordan, Präsident der Schweizerische Nationalbank, hat die Bereitschaft zur Schwächung des Frankens bekräftigt.
01.11.2016 19:22
Thomas Jordan, Präsident der SNB.
Thomas Jordan, Präsident der SNB.
Bild: cash

Der Franken sei weiterhin deutlich überbewertet, sagte SNB-Präsident Thomas Jordan am Dienstag bei einer Veranstaltung in Vevey am Genfersee. Die Geldpolitik der Notenbank beruhe auf den beiden Pfeilern Negativzinsen und Devisenmarkt-Interventionen. Sie sei darauf ausgerichtet, den Aufwertungsdruck auf den Franken zu verringern, die Wirtschaft des Landes zu unterstützen und Inflation zu erreichen. In der Schweiz sinken die Konsumentenpreise seit geraumer Zeit, zuletzt verringerten sie sich im September gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent.

Spekulationen auf einen Wahlsieg von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump gaben dem Franken am Dienstag Schub. Der Euro war mit 1,0780 Franken so günstig zu haben, wie zuletzt Ende Juni, als das überraschende Brexit-Votum für Turbulenzen gesorgt hatte. Anleger laufen den Franken als sicheren Hafen in unsicheren Zeiten an. Jordan sagte auf eine Frage zu den US-Präsidentenwahlen, dass die Notenbank die Lage an Märkten beobachte.

(Reuters)