Starker Franken bremst Nestlé

Der Nahrungsmittelkonzern Nestle hat in den ersten drei Monaten 2014 weniger stark zugelegt als im Jahr zuvor. Der Ausblick wird bestätigt.
15.04.2014 07:48
Der starke Franken bremst Nestlés Umsatz.

Der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller Nestlé hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2014 ein organisches Wachstum von +4,2% erzielt (Q4 2013: 5,2%; GJ 2013: 4,6%). Dabei waren 2,6% auf Mengenwachstum (internes Realwachstum RIG) und 1,6% auf Preisanpassungen zurückzuführen.

Der Gruppen-Umsatz sank um 5,1% auf 20,8 Mrd CHF. Dabei machte der Wechselkurseffekt -8,6% und der Akquisitionseffekt +0,5% aus, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Erwartungen beim organischen Wachstum übertroffen

Damit hat Nestlé die Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) bei der wichtigsten Kennzahl organisches Wachstum leicht übertroffen. Diese hatten das organische Wachstum im Durchschnitt bei +4,1% (Bandbreite +3,7 bis +4,5%) und das interne Realwachstum bei +2,6% (+1,9 bis +3,2%) geschätzt. Beim Umsatz wurde ein Wert von 21,18 Mrd CHF erwartet.

Alle drei geographischen Regionen trugen laut Mitteilung zum Wachstum bei, wobei Nord- und Südamerika um 4,6%, Europa um 0,3% und Asien, Ozeanien und Afrika um 7,3% (Zone AOA +5,3%) zulegte. Die Industrieländer wuchsen derweil organisch um 0,6% und die aufstrebenden Märkte um 8,5%.

"Das organische Wachstum in den ersten Monaten des Jahres entsprach unseren Erwartungen und war eher von Volumen als von Preisen getrieben", wird CEO Paul Bulcke in der Mitteilung zitiert. Das "Wachstum in schwierigen Marktbedingungen" sei von der Einführung neuer Produkte zusammen mit einer guten Umsetzung gestützt worden.

Ausblick 2014 bestätigt

Das Innovationstempo soll laut dem Konzernchef aufrechterhalten und die Markenunterstützung weiter verstärkt werden, wie es heisst. Entsprechend bestätigt der Konzern den Ausblick auf das Gesamtjahr: Die Leistung werde in der zweiten Jahreshälfte stärker ausfallen und den Markt übertreffen, mit einem organischen Wachstum um 5% sowie Verbesserungen der Margen, des nachhaltigen Gewinns je Aktie bei konstanten Wechselkursen und der Kapitaleffizienz, heisst es.

"Wir erwarten, dass die fortgesetzte Aufwertung des Schweizer Frankens einen negativen Einfluss auf unseren berichteten Umsatz haben wird", sagte CEO Bulcke ausserdem.

(AWP)