Starker Franken vermiest Roche das Ergebnis

Die steigende Nachfrage nach modernen Krebstherapien hat Roche 2015 operativ zu einem Umsatzzuwachs verholfen. Die Frankenstärke vermieste Roche indes das Nettoergebnis. Der Genussschein sinkt vorbörslich.
28.01.2016 08:06
Blick über den Rhein auf den Roche-Turm im Kleinbasel.
Blick über den Rhein auf den Roche-Turm im Kleinbasel.
Bild: cash

Unter dem Strich stand daher mit 9,06 Milliarden Franken um fünf Prozent weniger Gewinn, wie der weltgrößte Hersteller von Krebsarzneien am Donnerstag mitteilte. Der Konzern aus Basel will eine Dividende von 8,10 Franken je Genussschein und Inhaberaktie zahlen, 10 Rappen mehr als letztes Jahr.

Der Umsatz wuchs leicht um ein Prozent auf 48,15 Milliarden Franken. Währungsbereinigt betrug das Verkaufsplus fünf Prozent und lag damit im von Roche angepeilten Zielbereich. 

Im vorbörslichen Handel in Zürich sinkt der Genusschein von Roche um 1,2 Prozent. In den letzten sechs Monaten ist er um 3 Prozent gefallen.

"2015 war ein erfolgreiches Jahr mit starken Geschäftsergebnissen bei Pharma und bei Diagnostics, vor allem aufgrund unserer neu eingeführten Medikamente und diagnostischen Plattformen", wird CEO Severin Schwan in der Mitteilung zitiert.

Die wichtigere Division Pharmawuchs erwirtschaftete vor allem mit den Krebsmedikamenten wie etwa Herceptin oder Avastin einen Umsatz von 37,331 Milliarden Franken. In der Berichtswährung ein Plus von 2 Prozent, zu konstanten Wechselkursen gar ein Plus von 5 Prozent.

Die Umsätze der Division Diagnostics mit 10,814 Milliarden Franken, stagnierten in Schweizer Franken, zu konstanten Wechselkursen nahmen sie um 6 Prozent zu. Laut Mitteilung ergebe sich das Umsatzplus aus "der guten Entwicklung in der Immundiagnostik".

Für das gerade angelaufene Geschäftsjahr stellt das Pharmaunternehmen beim Umsatz einen Zuwachs zu konstanten Wechselkursen im niedrigen bis mittleren Prozentbereich in Aussicht. Der Gewinn soll 2016 erneut stärker als der Umsatz wachsen. Bei der Dividende strebt Roche auch für 2016 eine Erhöhung in Schweizer Franken an.

(Reuters/SDA/AWP)