Starker Yen und schwache Vorgaben bremsen Asiens Börsen

Ein starker Yen und schwache US-Vorgaben haben am Donnerstag die Börse in Tokio belastet. Zudem hielten sich die Anleger vor der mit Spannung erwarteten ersten EZB-Sitzung nach der Sommerpause zurück.
08.09.2016 08:28
Starker Yen und schwache Vorgaben bremsen Asiens Börsen
Bild: Bloomberg

Allgemein werde die Zurückhaltung wohl bis zu den nächsten Sitzungen der Notenbanken in Japan und den USA in der zweiten Monatshälfte anhalten, sagte die Volkswirtin Ayako Sera von der Sumitomo Mitsui Trust Bank. Bis zu den Treffen sei noch viel Zeit, sagte sie. "Es ist schwer für die Investoren, bei so vielen Unbekannten vorher zu handeln." Auch die nach oben revidierten Daten zum japanischen Wirtschaftswachstum sorgten nicht für Kauflaune.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,3 Prozent tiefer bei 16.959 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank ebenfalls um 0,3 Prozent auf 1346 Zähler.

Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um 0,1 Prozent.

Bei den Einzelwerten schossen Nintendo -Aktien mehr als 13 Prozent in die Höhe. Der Konzern will seinen Spieleklassiker Super Mario im Dezember auch für Smartphones anbieten. In China verteuerten sich die Papiere des Autoherstellers Anhui Jianghuai um etwa sechs Prozent. Der Konzern plant mit Volkswagen ein Joint Venture zur Produktion von reinen Elektrofahrzeugen.

Ein Euro wurde mit 1,1250 Dollar bewertet nach 1,1237 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 101,64 Yen gehandelt nach 101,71 Yen in den USA.

(Reuters)