Starkes Umsatzplus - Givaudan-Aktien steigen kräftig

Für Givaudan-Aktien gehts am Dienstagmorgen kräftig nach oben. Der Aromen- und Riechstoffhersteller hat am Morgen mit seinen Umsatzzahlen positiv überrascht und hält an seinen mittelfristigen Zielen wie erwartet fest.
11.04.2017 10:30
Ein überraschend starkes erstes Quartal hilft den Givaudan-Aktien zu einem Kurssprung.
Ein überraschend starkes erstes Quartal hilft den Givaudan-Aktien zu einem Kurssprung.
Bild: Bloomberg

Gegen 10.30 Uhr klettern die Titel an der SMI-Spitze um 3,1% auf 1877 Franken. Mit über 60'000 Aktien ist bereits mehr als ein durchschnittliches Tagesvolumen gehandelt. Der Schweizer Leitindex steht derweil mit 0,1% im Minus.

"Ein spektakulärer Start ins neue Jahr" titelt Jean-Philippe Bertschy von der Bank Vontobel. Givaudan dürfte deutliche Marktanteile gewonnen haben und besonders mit dem "atemberaubenden" Wachstum in Nordamerika habe das Unternehmen seine Stärke bewiesen. Nun müsse sich zeigen, inwieweit die Preisentwicklung zum bereinigten Wachstum beigetragen habe. Die Bewertung belässt Bertschy auf "Hold".

Auch andere Experten zeigen sich beeindruckt - insbesondere mit Blick auf die bereits starken Vorjahreswerte. So wird bei Baader Helvea der Jahresstart als überraschend stark empfunden. Analyst Andreas von Arx hebt insbesondere das positive Wachstum der Bereiche Fine Fragrances und Consumer Products. Für Anleger, die nach Qualität suchen, bleibe Givaudan ein Kern-Investment, das von Arx weiter mit "Buy" bewertet.

Bernstein-Analyst deutlich skeptischer

Von einem "deutlich dynamischeren Jahresstart" spricht auch sein Kollege von der ZKB. Für einmal hätten die reifen Märkte die "Kastanien aus dem Feuer geholt". Dem schliesst sich die UBS an, diese Märkte hätten Givaudan den Tag der Q1-Zahlenvorlage gerettet.

Etwas leisere Töne schlägt derweil Gunther Zechmann von Bernstein an. Givaudan habe zwar den tiefen Konsens übertroffen, liege mit dem Wachstum aber weiterhin unter dem mittelfristigen Zielkorridor. Damit hätten sich seine Sorgen bezüglich eines schwächelnden Wachstums bestätigt. Insbesondere die steigenden Rohstoffkosten dürften die Margen belasten: Im laufenden Jahr rechnet Zechmann hier mit einem negativen Einfluss auf die Bruttomarge von 150 Basispunkten. Zwar gebe Givaudan Preiserhöhungen an die Kunden weiter, dies dürfte aber mit einer deutlichen Verzögerung geschehen. Insgesamt bewertet er die Titel weiter mit "Underperform".

(AWP)