State Street - Anleger verlieren offenbar das Vertrauen in die Märkte

Das Vertrauen der Anleger in die Finanzmärkte ist im August einer Studie zufolge weltweit gesunken.
29.08.2019 08:02
Sorgenvolle Blicke der Trader an der Börse in New York.
Sorgenvolle Blicke der Trader an der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

Das von der State Street Bank ermittelte Anlegervertrauen - abgebildet im Investor Confidence Index - sackte im Vergleich zum Juli um 8,7 auf 75,9 Punkte ab. Konjunkturelle Abwärtsrisiken, die erhöhte politische Unsicherheit in Italien und ein drohender harter Brexit waren offenbar zuviel für die Nerven der Investoren.

"Das Anlegervertrauen verringerte sich in allen Region", hiess es in einer am Donnerstag verbreiteten Pressemitteilung. Besonders angeknackst sei das Vertrauen nordamerikanischer Investoren. Der entsprechende Subindex fiel von 80,3 im Juli auf 72,5 Punkte. In Europa und Asien gingen die Indexwerte ebenfalls zurück, liegen mit 89,0 in Europa beziehungsweise 89,2 Punkten in Asien aber noch deutlich höher.

"Die Unsicherheit in der Geld- und Aussenhandelspolitik verringert die Risikobereitschaft", sagte Rajeev Bhargava von State Street Associates. "Der Handelskrieg zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt eskaliert weiter", ergänzte sein Kollege Kenneth Froot. Anleger sorgten sich um eine weltweit rückläufige Produktion im Verarbeitenden Gewerbe und eine generell schwächere Konjunktur.

Der Investor Confidence Index misst das Vertrauen beziehungsweise die Risikobereitschaft der Anleger quantitativ, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufverhalten institutioneller Investoren untersucht. Der Index weist Änderungen bei der Risikobereitschaft der Anleger eine genaue Bedeutung zu: Je höher die prozentuale Verteilung auf die einzelnen Papiere, desto grösser die Risikobereitschaft beziehungsweise das Vertrauen. Ein Wert von 100 ist neutral; dies ist der Wert, bei dem Investoren ihren langfristigen Anteil an risikoreichen Anlagen weder erhöhen noch verringern.

(AWP)