Steigende China-Exporte - Schweizer Aussenhandel bleibt im Februar auf Wachstumskurs

Der Schweizer Aussenhandel ist im Februar weiter gewachsen. Wegen höheren Ölimporten, höheren Flugzeugimporten und gestiegenen Einfuhren von Chemie-Pharma entwickelten sich die Importe schwungvoller als die Exporte.
21.03.2017 11:00
Eine Passagierfähre durchquert den Hafen von Hongkong. China bleibt ein wichtiger Exportmarkt für die Schweiz.
Eine Passagierfähre durchquert den Hafen von Hongkong. China bleibt ein wichtiger Exportmarkt für die Schweiz.
Bild: Pixabay

Konkret erhöhten sich die Importe im Vorjahresvergleich arbeitstagsbereinigt um 5,4% (real: -1,2%), während die Exporte lediglich um 0,9% (real: -2,5%) stiegen. Die Handelsbilanz schloss mit einem (bereinigten) Überschuss von 3,3 Mrd CHF, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte.

In absoluten Zahlen werden die Importe mit 13,9 Mrd CHF rsp. 14,6 Mrd CHF (arbeitstagsbereinigt) angegeben, die Exporte mit 17,0 Mrd CHF rsp. 17,8 Mrd CHF (arbeitstagsbereinigt).

Bijouterie-Importe rückläufig

Am dynamischsten wuchsen die Einfuhren von Energieträgern (+38%), Fahrzeugen (+34%) und Pharma (+15%). Diese drei Gruppen generierten zusammen einen Anstieg von 1,1 Mrd CHF. Der Anstieg bei den Energieträgern sei hauptsächlich preisbedingt, heisst es dazu. Die gestiegenen Fahrzeuge seien auf Mehreinfuhren von drei Verkehrsflugzeugen zurückzuführen.

Im Kontrast dazu stand der Einbruch der Bezüge von Bijouterie und Juwelierwaren, deren Nachfrage um satte 35% oder rund 300 Mio CHF nachgab.

Aufgeschlüsselt nach Regionen entwickelten sich die Importe aus Nordamerika (+32%) vor allem wegen der Flugzeugimporte am dynamischsten. Aus Europa wurde 5% mehr importiert, aus Asien hingegen 7% weniger.

Trend bei Exporten hält an

Bei den Exporten habe sich der seit Monaten registrierte Wachstumstrend fortgesetzt, wenn auch abgeflacht, schreibt die EZV weiter. Positiv trugen die Ausfuhren von Metallen mit einem Anstieg von 10% und jene der chemisch-pharmazeutischen Produkte mit einer Zunahme von 4% bei. Einen Anstieg um 3% verzeichnete die Sparte Maschinen und Elektronik. Hingegen belasteten die rückläufigen Ausfuhren von Uhren (-6%) sowie Bijouterie und Juwelierwaren (-21%) die Gesamtexporte. Unter Ausschluss von Chemie-Pharma gingen die Exporte um 2% zurück, heisst es weiter.

Nach Regionen augeschlüsselt entwickelten sich die Ausfuhren nach Europa und Asien (+2%) positiv, wobei vor allem Südkorea (+37%) und China (+24%) positiv auffielen. Auf der anderen Seite ging die Nachfrage aus Nordamerika (-5%) zurück.

(AWP)