Steigende Konsumentenpreise - Inflationsrate erreicht in der Euro-Zone die 2-Prozent-Marke

Die Inflationsrate im Euro-Raum hat erstmals seit Januar 2013 eine zwei vor dem Komma.
02.03.2017 11:05
Vor allem die steigenden Energiepreise bescheren der Inflation einen Schub.
Vor allem die steigenden Energiepreise bescheren der Inflation einen Schub.
Bild: Pixabay

Die Konsumentenpreise seien um 2,0 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mit. Im Januar hatte die Rate noch bei 1,8 Prozent gelegen.

Deutlich teurer als vor einem Jahr war Energie, nachdem diese wichtige Komponente die allgemeine Preisentwicklung lange gedämpft hatte. Die Energiepreise legten um 9,2 Prozent im Jahresvergleich zu. Die Kerninflationsrate, die schwankungsanfällige Lebensmittel und Energiepreise ausschliesst, verharrte wie erwartet bei 0,9 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zuletzt die Fortführung ihrer expansiven Geldpolitik auch mit der niedrigen Kerninflationsrate begründet.

Die Notenbank strebt für den Euro-Raum eine Inflationsrate von knapp 2 Prozent an. Das Ziel ist also zunächst erreicht. Bislang macht die Notenbank aber keine Anstalten, wegen des etwas stärkeren Preisauftriebs eine Straffung ihrer Geldpolitik zu signalisieren.

(AWP)