Straumann-CEO rechnet mit erfolgreichem Geschäftsjahr

Der Dentalimplantate-Hersteller Straumann wird das Geschäftsjahr 2016 «äusserst» erfolgreich abschliessen, wie CEO Marc Gadoola sagt.
20.12.2016 08:15
Marco Gadola, CEO von Straumann.
Marco Gadola, CEO von Straumann.

Das sagt CEO Marco Gadola in einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" (Ausgabe 20. Dezember). "Der Markt wächst zwischen 3 und 4%, und unser Umsatz ist in den ersten neun Monaten um 15% gewachsen. Auch im vierten Quartal sind wir auf Kurs."

"2016 haben wir im Vergleich zum Vorjahr über 10% mehr Implantate verkauft. Damit wachsen wir drei oder viermal so schnell wie der Gesamtmarkt. Wir werden bei den Implantaten also auch in diesem Jahr deutlich Marktanteile hinzugewinnen."

Neben dem Kerngeschäft Implantate ist Straumann durch Zukäufe mittlerweile auch in angeschlossene Geschäftsfelder vorgestossen. Angesprochen auf die 2016 getätigten Übernahmen führt er aus, dass man damit zum Vollanbieter werden und alle Komponenten wie Implantate und Prothetik, aber auch Scanner, Fräsmaschinen, eine Softwareplattform sowie Biomaterialien, Support und Dienstleistungen aus dem eigenen Haus anbieten wolle. "Im ersten Quartal werden wir die letzten Angebotslücken schliessen und eine Volllösung anbieten können."

Mit Blick auf die regionale Aufstellung nennt Gadola Russland als ein Beispiel, wo man noch nicht ausreichend vertreten sei. "Dort planen wir 2017 mit Anthogyr mit einem Nicht-Premium-Produkt auf den Markt zu kommen." Eine Organisation sei dort bereits aufgebaut. Es fehle noch eine Präsenz in Chile, die aber laut Unternehmenschef im kommenden Jahr eröffnet werden soll. "Damit sind wir in allen für uns relevanten Ländern mit einer eigenen Organisation oder einem Distributor präsent."

Inzwischen sei China der viertgrösste Markt, das Geschäft der Basler wächst dort prozentual am stärksten, wie Gadola weiter ausführt. "2014 hatten wir noch knapp 20 Mitarbeitende in China, heut sind es weit über 100."

(AWP)