Streit um Apple-Steuern lastet auf US-Börsen

Kursverluste bei Apple haben am Dienstag die Wall Street belastet. Die EU-Kommission kippte den umstrittenen Steuerdeal mit Irland und will den iPhone-Konzern zu einer Steuerrückzahlung von 13 Milliarden Euro zwingen.
30.08.2016 22:45
Nach der Nachsteuerforderung von der EU stand am Dienstag die Apple-Aktie an der Wall Street im Fokus.
Nach der Nachsteuerforderung von der EU stand am Dienstag die Apple-Aktie an der Wall Street im Fokus.
Bild: Bloomberg

Das veranlasste Investoren, sich von Apple-Papieren zu trennen. Sie verloren 0,8 Prozent an Wert und zogen Technologiewerte mit nach unten.

Der Dow-Jones-Index fiel um 0,3 Prozent auf 18'454 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,2 Prozent auf 2176 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 5223 Zähler.

Die Zinsaussichten blieben aber weiterhin Thema am Markt: Verunsicherung besteht immer noch über den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung. US-Notenbanker Stanley Fischer sagte, der nächste Zinsschritt hänge von der Konjunkturentwicklung ab. Daher warten Anleger nun mit Spannung auf den Arbeitsmarktbericht am Freitag. Davon dürfte abhängen, ob der nächste Zinsschritt schon im September erfolgt. "Der Markt wird abwarten, bis es mehr Belege über Fortschritte bei der Erholung der Wirtschaft gibt", sagte Aktienstratege Terry Sandven von Wealth Management.

Bei den Einzelwerten rückten die beiden Düngemittelkonzerne Potash und Agrium in den Mittelpunkt. Die beiden bestätigten Gespräche über eine Fusion, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Potash legte fast 11 Prozent zu und Agrium 7 Prozent.

Hershey-Aktie stürzt nach geplatzter Übernahme ab

Verschnupft reagierten Hershey-Anleger auf die geplatzte Milliardenübernahme durch Mondelez. Die Anteilsscheine des Schokoladenproduzenten brachen um fast 11 Prozent ein. Mondelez, das sein Angebot tags zuvor zurückgezogen hatte, gewannen dagegen knapp 4 Prozent. Das neue Unternehmen wäre zum Branchenführer in der Süsswarenindustrie aufgestiegen und hätte dabei den US-Konzern Mars von Platz eins verdrängt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 755 Millionen Aktien den Besitzer. 1445 Werte legten zu, 1504 gaben nach und 163 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,56 Milliarden Aktien 1499 Werte im Plus, 1326 im Minus und 186 unverändert.

Auch bei den US-Staatsanleihen wurde mit Spannung auf den Arbeitsmarktbericht am Freitag gewartet. Die zehnjährigen Papiere blieben faktisch unverändert bei 99-12/32. Sie rentierten mit 1,57 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 12/32 auf 100-12/32 und hatten eine Rendite von 2,23 Prozent.

(Reuters)