Streit um Meinungsfreiheit - Basketball-Fans in China setzen Tencent-Aktie zu

Basketball-Fans in China fordern im Streit um Meinungsfreiheit ihr Geld vom chinesischen Online-Konzern Tencent zurück und setzen damit die Aktie unter Druck.
09.10.2019 10:53
Der Tencent-Hauptsitz in Shenzhen, China.
Der Tencent-Hauptsitz in Shenzhen, China.
Bild: Bloomberg

Die Tencent-Papiere gaben am Mittwoch bis zu 1,7 Prozent nach und fielen auf den niedrigsten Stand seit Ende August. Tencent verfügt über die Streaming-Rechte für Spiele der US-Basketballliga NBA in China, die sich in der Volksrepublik grosser Beliebtheit erfreuen.

Am Wochenende hatte der Teammanager der Houston Rockets, Daryl Morey, über Twitter die Demonstranten in Hongkong unterstützt - was in China auf scharfe Kritik stiess. Tencent stoppte zunächst die Ausstrahlung von Rockets-Spielen und später auch die Übertragung aller Vorbereitungsspiele der NBA. Liga-Chef Adam Silver hatte sich hinter Morey und die "Freiheit der politischen Meinungsäusserung" gestellt. Der chinesische Online-Gigant bot seinen Kunden an, die Beiträge zurückzuerstatten.

Die Houston Rockets sind das beliebteste Basketball-Team in China, weil dort früher der fast 2,30 Meter grosse chinesische Spieler Yao Ming aktiv war. Tencent hatte sich im Juli die NBA-Rechte bis zur Saison 2024/25 gesichert. Berichten zufolge ist das Geschäft etwa 1,5 Milliarden Dollar wert. In der vergangenen Saison schauten fast 500 Millionen Menschen über die Tencent-Plattform zu.

(Reuters)

 
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