Stromversorgung - Kleiner Gewinn für Energiekonzern Repower

Der Energiekonzern Repower hat im ersten Halbjahr die Gesamtleistung gesteigert und erzielte unter dem Strich einen kleinen Gewinn.
23.08.2017 08:34
Repower-Schriftzug vor dem Prime Tower in Zürich.
Repower-Schriftzug vor dem Prime Tower in Zürich.
Bild: cash

Der Berichtszeitraum sei von der Umsetzung der Unternehmensstrategie und der Einführung neuer Dienste geprägt worden. Die EBIT-Prognose für das Gesamtjahr wird angehoben. Die Gesamtleistung wuchs um 2,7% auf 905 Mio CHF, wie das Bündner Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Demgegenüber schrumpfte der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT auf 20 Mio von 45 Mio im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 1 Mio nach zuvor noch 18 Mio.

"Unter Berücksichtigung der anhaltend herausfordernden Rahmenbedingungen und der laufenden Neufokussierung des Repower-Geschäftsmodells kann das Halbjahresergebnis 2017 als zufriedenstellend bezeichnet werden", wird CEO Kurt Bobst in der Mitteilung zitiert.

Das Semester habe im Zeichen der Weiterentwicklung und Vorbereitung auf die Markteinführung innovativer Systeme und Dienstleistungen zur effizienten Energienutzung und zur Netzbewirtschaftung gestanden. In der Schweiz wurde eine Smart-Power-Lösung entwickelt, welche mit Pilot-Kunden getestet wurde und in den nächsten Monaten Marktreife erlangen soll, wie das Unternehmen schreibt.

Zudem wurden Tools zur effizienten Bewirtschaftung von Infrastrukturanlagen und ein neues Handelsportal für Grosskunden entwickelt. In Italien werden Dienstleistungen zur Erkennung von Funktionsstörungen bei elektrischen Geräten angeboten, zum wirtschaftlichen Energieeinsatz, zur Umstellung auf LED-Beleuchtungen sowie zur Durchführung von Energieaudits. Die Angebote im Bereich der Elektromobilität würden sowohl in der Schweiz als auch in Italien auf wachsendes Interesse stossen.

Repower geht davon aus, dass die Margen im Stromgeschäft weiterhin unter Druck bleiben werden - dies trotz der in den vergangenen Wochen erfolgten leichten Entspannung des Euro/Franken-Wechselkurses. Die Ergebniserwartung werde korrigiert und nun werde für das gesamte Geschäftsjahr 2017 ein operatives Ergebnis (EBIT) im Rahmen des vorliegenden Halbjahresabschlusses erwartet. Im April wurde noch ein Wert auf dem Niveau von 2015 erwartet, als der operative Gewinn vor Sondereffekten 12 Mio CHF betrug.

(AWP)