Studie beweist - Passive Fonds schlagen aktives Management langfristig

Auf lange Sicht machen Investoren ein besseres Geschäft, wenn sie die kostengünstigen passiv investierenden Fonds kaufen.
26.08.2017 13:11
Investments in ETF zahlen sich gemäss der Studie langfristig aus.
Investments in ETF zahlen sich gemäss der Studie langfristig aus.
Bild: iNg

Auch aktiv investierende Anleihe-Fonds mit mittlerer Laufzeit, die im Laufe dieses Jahres ihre Benchmarks überwiegend geschlagen haben, hinken ihren Passiv-Pendants nach zwei Jahrzehnten hinterher, geht aus einer Studie von Morningstar hervor, die letzte Woche veröffentlicht wurde.

Investoren strömen zunehmend in passiv investierende Index-Investmentfonds und börsengehandelte ETF, die mit niedrigen Gebühren und besserer Performance locken. In den USA haben sie nach Angaben von Morningstar in den letzten zwölf Monaten über 700 Mrd. Dollar in passive Investmentfonds gepumpt, während gleichzeitig 214 Mrd. Dollar aus aktiv investierenden Fonds abgezogen wurden.

Die Gebühren machen, über alle Strategien hinweg und einschliesslich Schwellenländern, einen Unterschied bei der relativen Performance und der "Überlebensrate" von Fonds aus, geht aus der Studie von Ben Johnson und Alex Bryan hervor. Als Überlebensrate wird der Prozentsatz der Fonds bezeichnet, die einen bestimmten Zeitraum überdauern.

"Kosten spielen selbst in Schwellenländern eine Rolle", schrieben die Autoren. Die Fonds mit den niedrigsten Kosten in der Kategorie kamen auf eine Erfolgsquote, die in den letzten zehn Jahren bis Juni 31,8 Prozentpunkte höher lag als bei den Konkurrenten.

Unter den Aktienfonds hatte es die Kategorie Large-Cap-Wachstum am schwersten bei der Performance zu übertreffen. Etwa sieben Prozent dieser Fonds bestanden nach 15 Jahren noch und konnten ihre passiv investierenden Pendants über diesen Zeitraum übertreffen. 

Morningstar hat für die Studie über 3.500 aktive und passive US-Fonds mit einem Anlagevolumen von zusammen 10 Billionen Dollar ausgewertet. Das entspricht etwa 60 Prozent des Markts.

(Bloomberg)