Studie - Familienunternehmen schlagen sich in Corona-Krise besser

Familienunternehmen haben sich während der Corona-Krise als widerstandsfähiger erwiesen als Nicht-Familienunternehmen. Sie verzeichneten höheres Wachstum und erzielten mehr Gewinn.
02.09.2020 11:32
Swatch-CEO Nick Hayek mit Schwester und Swatch-VR-Präsidentin Nayla Hayek an der Baselworld 2014.
Swatch-CEO Nick Hayek mit Schwester und Swatch-VR-Präsidentin Nayla Hayek an der Baselworld 2014.
Bild: imago images / Mandoga Media

Familienunternehmen verfügen in der Regel über eine überdurchschnittlich defensive Ausrichtung, heisst es zur Begründung in der am Mittwoch vom Credit Suisse Research Institute (CSRI) veröffentlichten Studie. Dank dieser Ausrichtung könnten sie besonders in Phasen von Marktstress gute Ergebnisse erzielen.

Das belege nun auch die Entwicklung in dem von der Coronakrise stark geprägten ersten Halbjahr 2020. Die Cashflow-Renditen auf dem investierten Kapital lägen rund 200 Basispunkte über den Renditen der Vergleichsunternehmen.

Auch ohne Krise besser

Aber auch ohne Krise schneiden Familienbetriebe besser ab. Seit 2006 lag die Entwicklung von rund 1'000 börsenkotierten Familien- und Gründerunternehmen von unterschiedlicher Grösse aus verschiedenen Branchen und Regionen deutlich über der von Nicht-Familienunternehmen. Besonders stark ist der Unterschied in Europa und Asien.

So lag beispielsweise das Umsatzwachstum um mehr als 200 Basispunkte über den Vergleichsunternehmen. Auch die Rentabilität ist höher. Auch Umwelt- und Sozialkriterien werden stärker erfüllt, im Bereich Governance hinken Familienbetriebe indes etwas hinterher.

Über die Entwicklung nach Covid-19 machen sich Familienunternehmen etwas weniger Sorgen als ihre Pendants. Zudem griffen sie mit 46 Prozent weniger stark auf das Instrument der Mitarbeiter-Beurlaubung zurück als Nicht-Familienunternehmen (55 Prozent).

(AWP)