Studie zeigt - Fast ein Drittel der Schweizer ohne Ersparnisse

Fast ein Drittel der Schweizerinnen und Schweizer haben keine Ersparnisse. Das zeigt eine Studie des Vermögensverwalters Legg Mason, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.
31.05.2017 07:47
Bei Schweizern ist das Sparverhalten etwas weniger ausgeprägt als anderswo.
Bei Schweizern ist das Sparverhalten etwas weniger ausgeprägt als anderswo.
Bild: pixabay.com

Befragt wurden 15'300 Personen weltweit, davon 900 in der Schweiz. Die Unterschiede zwischen Frauen und Männern sind dabei nicht allzu gross. Gemäss der Studie verfügen 32% der Frauen weder über Erspartes noch über Investitionen, bei den Männern sind es mit 25% etwas weniger. Insgesamt liegen die Schweizer Werte etwas unter dem Durchschnitt: 79% aller Befragten geben an, etwas auf der hohen Kante zu haben, in der Schweiz lag der Wert bei 72%.

Wie die Umfrage über das Investorenverhalten weiter zeigt, halten Schweizer Millennials (Alter 18-35) signifikant mehr Bargeld (42% ihres Vermögens) als ältere Generationen (34%). Rund zwei Drittel (63%) der Millennials seien bezüglich der Wertentwicklung ihres Anlagevermögens optimistisch, heisst es ausserdem. Neben dem hohen Bargeldanteil seien sie vor allem in Fixed Income (12%) und nur zu 10% in Immobilien investiert.

Weiter zeigt sich im internationalen Vergleich, dass Herr und Frau Schweizer zurückhaltender sind als ausländische Anleger. Während hierzulande rund 20% der Anleger mehr Risiko eingehen wollen, liegt der weltweite Durchschnitt bei 37%.

Männer sind laut der Studie ausserdem aggressiver im Anlageverhalten. 30% der befragen Männer in der Schweiz verfolgen in der langen Frist einen aggressiven Investitionsansatz, bei den Schweizerinnen liegt dieser Wert nur bei 17%.

Die Online-Befragung wurde zwischen dem 12. Januar und dem 10. Februar 2017 durchgeführt.

(AWP)