Sulzers Bestellungseingang nach neun Monaten rückläufig

Beim Traditionskonzern Sulzer ist der Bestelleingang zurückgenangen. Die Prognosen für die Geschäftsperiode Januar bis September hat der Anlagenspezialist aber erreicht.
20.10.2016 07:29
Sulzer Service-Center in Purwakarta in Indonesien.
Sulzer Service-Center in Purwakarta in Indonesien.
Bild: ZVG

Der Industriekonzern Sulzer hat in den ersten neun Monaten 2016 einen Rückgang des Bestellungseingangs um 9,0 Prozent auf 2,07 Mrd CHF verzeichnet. Bereinigt um Währungseinflüsse ergab sich ein Minus gegenüber dem Vorjahr von 7,8 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt. Der negative Währungseffekt beläuft sich damit auf 1,2 Prozent.

Im dritten Quartal verringerte sich der Auftragseingang gegenüber der Vorjahresperiode währungsbereinigt um 4,9 Prozent, dies bei einem Währungseffekt von -1,4 Prozent. Nach einem währungsbereinigten Minus von 5,1 Prozent im zweiten Quartal und von gut 13 Prozent im ersten, hat sich damit das Tempo des Rückgangs nicht weiter erhöht.

Auf sequentieller Basis sei der Bestellungseingang im dritten Quartal allerdings rückläufig, was auf die üblichen saisonalen Schwankungen, die anhaltende Schwäche im Öl- und Gasmarkt sowie das Timing einiger Aufträge zurückzuführen sei, heisst es weiter. Sulzer hat mit den vorgelegten Zahlen die Erwartungen der Analysten erreicht. Der AWP-Konsens für den Bestellungseingang lag bei 2,07 Mrd CHF.

Prognosen bestätigt

Seit Jahresbeginn habe sich der Energiemarkt verbessert, während der Wassermarkt und die allgemeine Industrie auf Vorjahresniveau verblieben seien. Dagegen habe sich der Öl- und Gasmarkt weiterhin rückläufig entwickelt. Im dritten Quartal wuchs der Energiemarkt in den Divisionen Pumps Equipment und Rotating Equipment Services weiter an. Die allgemeine Industrie verbesserte sich ebenfalls leicht, getrieben durch die Erstkonsolidierung des akquirierten Unternehmens GEKA in der Division Chemtech. Der Wassermarkt war aufgrund des Timings einiger Aufträge im dritten Quartal dagegen rückläufig.

Für das Gesamtjahr 2016 werden die bisherigen Prognosen bestätigt. Demnach wird ein Rückgang des Bestellungseingangs "in der Nähe von minus 5 Prozent" erwartet sowie ein Minus beim Umsatz zwischen 5 und 10 Prozent sowie eine operative EBITA-Marge von rund 8 Prozent.

(AWP)