Swatch blitzt bei Wettbewerbsbehörde ab

Die Wettbewerbskommission (Weko) hält an der mit dem Uhrenkonzern Swatch Group im Jahr 2013 getroffenen einvernehmlichen Regelung zu Lieferverpflichtungen von Eta-Uhrwerken fest.
27.10.2016 07:42
Swatch-Laden an der Bahnhofstrasse in Zürich.
Swatch-Laden an der Bahnhofstrasse in Zürich.
Bild: cash

Die Weko sehe keine Veranlassung dazu, diese Regelung zu ändern, schreibt die Behörde in der Mitteilung vom Donnerstag. Man habe die Lage aufgrund der aktuellen Marktverhältnisse überprüft.

Anstoss zu dieser Überprüfung sei ein Gesuch auf Anpassung der einvernehmlichen Regelung von Swatch selber gewesen, heisst es weiter. Die Weko habe aber keine wesentlichen Veränderungen festgestellt, welche eine Anpassung rechtfertigen würden. Ausschlaggebend sei dabei die Befragung von Marktteilnehmern gewesen, die sich unter anderem dahingehend äusserten, dass der unveränderte Fortbestand für die weitere Marktentwicklung entscheidend sei.

Die Regelung beinhaltet einerseits eine Lieferpflicht für mechanische Uhrwerke, ermögliche es der Swatch-Tochter Eta aber andererseits auch, die Lieferungen an Dritte bis Ende 2019 stufenweise zu reduzieren. Eine Anpassung des vereinbarten Lieferregimes zum jetzigen Zeitpunkt würde die Auf- und Ausbaupläne der Konkurrenten von Eta erheblich gefährden, glaubt die Weko. Das schwierige wirtschaftliche Umfeld, in dem sich die Uhrenindustrie derzeit befinde, sei kein ausreichender Grund, die Regelung abzuändern.

Der Entscheid der Weko kann an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden.

(AWP)