Swatch setzt auf zweites Halbjahr

Bei der Swatch Group ist im ersten Halbjahr 2016 sowohl der Umsatz als auch der Gewinn eingebrochen. Für das zweite Halbjahr gibt sich der Uhrenkonzern jedoch zuversichtlich.
21.07.2016 08:15
Swatch-Geschäft in Peking: Auf China setzt der Konzern grosse Hoffnungen.
Swatch-Geschäft in Peking: Auf China setzt der Konzern grosse Hoffnungen.
Bild: cash

Der Nettoumsatz der Swatch-Gruppe fiel 11,4 Prozent auf 3,72 Mrd CHF, zu konstanten Wechselkursen betrug das Minus 12,5 Prozent. Der Betriebsgewinn EBIT sank um 54 Prozent auf 353 Mio CHF und der Reingewinn um 52 Prozent auf 263 Mio.

Das Betriebsergebnis sei zurückzuführen auf weitere Währungsverschiebungen, tiefere Produktionsauslastungen und der langfristigen industriellen Strategie, weiterhin in die Mitarbeiter, neue Produkte und Marketing zu investieren, teilt der Uhrenkonzern am Donnerstag mit. Die operative Marge erreichte Ende Juni 9,5 Prozent.

Am vergangenen Freitag hatte Swatch bereits darüber informiert, dass Bestellungen annulliert worden seien, und der Umsatz im Halbjahr um 12 Prozent gesunken und die Gewinnzahlen um 50 bis 60 Prozent eingebrochen seien dürften. Im Vorfeld dieser Gewinnwarnung hatten Analysten im Durchschnitt mit einem lediglich um knapp 7 Prozent tieferen Umsatz gerechnet. Beim Betriebsgewinn (EBIT) hatten sie einen Taucher um 27 Prozent und beim Reingewinn um 22 Prozent geschätzt.

Optimistisch fürs zweite Halbjahr

Im Segment Uhren und Schmuck inklusive Produktion verzeichnete Swatch im ersten Semester einen Umsatzrückgang von 11,3 Prozent zu aktuellen Wechselkursen. Die operative Marge erreichte 11,2 Prozent. Im eigenen Detailhandel in Mainland China und Südostasien sei dagegen zweistelliges Wachstum verzeichnet worden. In Hongkong sei im Retailgeschäft die Talsohle durchschritten, das Grosshandelsgeschäft bleibe dagegen weiterhin schwierig.

Für das zweite Halbjahr gibt sich der Konzern zuversichtlich. Es habe "eindeutige Verbesserungen" in Mainland China gegeben mit "einem sehr guten Wachstum" in den ersten drei Juliwochen - speziell im Luxus- und Prestigesegment.

Auch Grossbritannien verzeichnete einen starken Auftakt im Juli im eigenen Retailgeschäft wegen dem vorteilhaften Pfund, so Swatch weiter. Es gebe zudem klare Anzeichen für eine Wiederbelebung des Tourismus in Teilen Europas, vor allem in Spanien und Italien. Ausserdem werde bei Omega das Olympia-Engagement in Rio de Janeiro weitere positive Impulse generieren.

Insgesamt wird im zweiten Halbjahr ein klares Wachstum in Lokalwährungen gegenüber dem schwächeren zweiten Halbjahr 2015 erwartet und damit ein Jahresergebnis näher oder gleich zum Vorjahr.

(AWP)